Welchen Sender brauch ich?
...keine leicht zu beantwortende Frage. Aber wir geben Dir ein paar kleine Hilfen.

RC-Helikopter Heli- Blog.de Sender T8FG Futaba RC Anlage T8FG

Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Deine Kauf- Entscheidung musst du zwar selbst treffen! Aber wir können dir ein paar wichtige Informationen an die Hand geben. Diese werden dir die Entscheidung wesentlich leichter machen.

Funkfernsteuerungen gibt es in vielen Preiskategorien und unterschiedlichen Ausstattungsvarianten.

Doch welche Features am Sender sind wirklich sinnvoll und nützlich und was ist nur unnützes Beiwerk oder "nice to have"?

Die Auswahl des Senders wird von vielen Faktoren beeinflusst.

Der Einsatzzweck ist dabei das Hauptkriterium. Der Einsatzzweck bestimmt sowohl die notwendige Anzahl der Kanäle, als auch die Ausstattung mit den notwendigsten Funktionen für den vorgesehenen Einsatzzweck. Dabei sollte man auch ruhig etwas nach vorn schauen und sich fragen, welche Aufgaben der Sender in Zukunft erfüllen soll, falls weitere Modelle dazukommen.

Ein weiteres sehr wichtiges Auswahlkriterium ist die Qualität! Hervorragende Qualität bedeutet in erster Linie höhere Zuverlässigkeit und im Sinne einer feinfühligen Bedienbarkeit auch eine wesentliche Komfortsteigerung! Damit trägt die Qualität der Fernsteuerung maßgeblich zur Betriebssicherheit der gesamten Anlage und zum Flugvergnügen bei.
Qualität ist dabei nicht eine Frage des Aussehens - ein Sender sollte immer möglichst intuitiv und logisch bedien- und programmierbar sein. Fehleinstellungen sollten per Design weitestgehend automatisch ausgeschlossen werden. Präzise und verschleißarm arbeitende Steuerknüppel sind ein Muss für Langlebigkeit, Stabilität und gefühlvolle Bedienbarkeit. Leider fallen gerade beim Kriterium Qualität fast alle "billigen" Sender durch das Netz.


Die Anzahl der Kanäle und der Steuerachsen

Um einen normalen Modellhelikopter auf allen Achsen steuern zu können, benötigt man an der Funkfernsteueranlage mindestens 4 Steuerkanäle.

Die vier Steuerachsen/Steuerkanäle sind:

  1. Steigen und Sinken
  2. Drehen des Hecks nach links und rechts
  3. Rollbewegung rechts und links
  4. Nase heben und senken

Korrekt muss es heißen: Wir benötigen "4 Proportional- Kanäle". Denn es gibt sowohl Proportionalkanäle (kurz: Prop-Kanäle), als auch Schaltkanäle. Proportionalkanäle sind zur Steuerung von Servos notwendig. Ein Schaltkanal ist kein vollwertiger Prop-Kanal! Mit einem Schaltkanal kann lediglich ein EIN- oder AUS- Signal übertragen werden, während ein Prop-Kanal das Signal proportional zur Knüppelstellung am Sender überträgt. Man benötigt also 4 Proportional- Steuerkanäle um einen RC Helikopter gleichzeitig auf den Achsen Nick, Roll und Heck zu lenken, sowie die Höhe zu steuern.

Ein Dreikanalsender erfüllt nicht die Anforderungn für den Modellflug!


Aber selbst 4 Kanäle reichen noch nicht aus!

grundundlegende Steuerfunktionen, nochmal zur Erläuterung

Die Bewegungen Heck, Roll und Nick sind hier nur angedeutet. Sie können natürlich weiter gehen, so dass der Heli "Rollen" oder "Purzelbäume" macht bzw. Pirouetten dreht.

ROLL
Helikopter Roll steuerung EC135
NICK Nick Steuerfunktion RC-Helikopter
HECK Gear Steuerfunktion RC-Helikopter
HÖHE Steigen und Sinken RC-Helikopter

Bei RC- Modellhelikoptern erfolgt die Steuerung der Höhe in der Regel nicht durch Veränderung der Rotordrehzahl, sondern durch die Veränderung des Anstellwinkels der Rotorblätter - Pitch genannt.

Bis hierher haben wir lediglich die Anzahl (4 !) der Kanäle für die reine Bewegungssteuerung batrachtet.

Die Motor- und somit die Rotordrehzahl wird über einen weiteren Kanal gesteuert. Es wird also eine weiterer Proportionalkanal am Sender benötigt!

Nun sind es schon 5 (!)Proportionalkanäle.

Um die Empfindlichkeit des Heck- Kreisels (Gyro) über den Sender verändern zu können, benötigen wir einen weiteren Proportionalkanal.

Damit sind wir bei 6 (!) Proportionalkanälen angekommen.

6 Proportional- Kanäle sind also die Mindestausstattung der RC Anlage (TX = Transmitter (Sender), RX = Receiver (Empfänger)) um einen CCPM

Heli ohne Einschränkungen fliegen zu können.

Doch ein 7. (!) Kanal ist aus folgendem Grund sehr empfehlenswert:

Einige Flybarlessysteme benötigen einen 7. Kanal für die Einstellung des FBL Systems, das Auslösen einer Rettungsfunktion (BAIL-OUT), oder das Zu- und Abschalten verschiedener Stabi- Modi.

Für ein Scalemodell werden weiterhin Kanäle für verschiedenste Funktionen benötigt. Hier mal eine Auswahl:

  1. Beleuchtungssteuerung
  2. Scheinwerfer bewegen
  3. Fahrwerk aus- und einfahren
  4. Soundmodul steuern
  5. usw.
6 Kanäle sind das Minimum für einen 3D Helikopter! Manche FBL Systeme erfordern einen weiteren Kanal. Wer Zusatzfunktionen steuern oder schalten möchte, der sollte unbedingt noch Kanäle drauflegen. Ein Fernsteuersender mit 8, 10 oder mehr Proportionalkanälen und vielleicht zwei zusätzlichen (nur)Schaltkanälen ist jedoch äußerst empfehlenswert! Vor allem, wenn man auch für zukünftige Modelle ausgerüstet sein möchte.

Ausführungen von Funkfernsteuerungen

Handsender, Pultsender, Coltsender

T8FG

Handsender


Wie der Name schon sagt, nimmt man den Handsender normalerweise (Ausnahmen bestätigen die Regel) komplett in die Hand

Die Form des Handsenders ist ergonomisch so gewählt, dass man sie gut mit einer oder beiden Händen halten kann. Die Knüppel werden beim Handsender meistens nur mit den Daumen bewegt.

Ein Umhängegurt ist nicht zwingend notwendig, aber durchaus zu empfehlen, damit man den Handsender nicht versehentlich fallen lassen kann. Der Umhängegurt kann aber unter Umständen die Sicht auf das Display behindern.

Für Handsender werden auch Steuerpulte angeboten, in die der Handsender eingelegt wird. Dann kann man einen Handsender wie einen Pultsender benutzen und ihn auch mit Daumen und Zeigefinger steuern.

Senderpulte für Handsender und Pultsender

Pultsender benötigen in der Regel immer ein Senderpult, in das der Sender eingelegt wird! Manche Pultsender kann man aber auch direkt an einen Tragegurt anhängen und wie einen Handsender benutzen. Einziger Nachteil dabei: Die äußere Form eines Pultsenders ist meist eckig und ergonomisch nicht für den Betrieb als Handsender ausgelegt. Daher sollte man Pultsender nur im Ausnahmefall ohne Pult benutzen.

Währenddessen können Handsender entweder direkt am Karabinerhaken eines passenden Umhängegurtes befestigt werden, oder man benutzt den Handsender im Zusammenspiel mit einem passenden Senderpult. Der Handsender wird in das Pult eingelegt und befestigt. Das Senderpult wird dann am Gurt befestigt.

Ein Senderpult ermöglicht es, die Handballen auf dem Senderpult links und rechts aufzulegen. Dies ist die Grundposition für eine Steuerung der Knüppel mit Daumen und Zeigefinger.

Senderpult Jamara

Im RC-Helibereich werden überwiegend Handsender benutzt. Ob man Sender mit oder ohne Gurt und Senderpult benutzt, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Pultsender

Pultsender sind konstruktiv sehr flach und kantig gehalten. Die Antenne ist meist etwas nach oben angewinkelt und man benötigt schon fast unbedingt einen Umhängegurt. Die Steuerknüppel werden gewöhnlich zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten.

FX20

Futaba Pistolensender

Colt (Pistolen)- Sender

Colt-Sender sind hauptsächlich für die Benutzung zusammen mit RC Autos entwickelt worden. Colt- Sender besitzen ein Mini- Lenkrad für die Seitensteuerung und einen Abzugshebel wie bei einer Pistole.

Für Flugzeuge und Helikopter sind Pistolen-Sender ungeeignet.


Was steuert die rechte Hand und was steuert die linke Hand

Da es Rechts- als auch Linkshänder gibt, ist eine wichtige Frage, auf welcher Seite welche Steuerfunktion liegen soll. Mit einfachen Worten ausgedrückt, mit welcher Knüppelbewegung wird welche Funktiion gesteuert. Es gibt 4 verschiedene Modi für die Knüppelbelegung von Fernsteuersendern.

Als Einsteiger macht man sich darüber oft keine Gedanken. Aber es wird sehr schwierig, wenn nicht sogar fast unmöglich, später auf eine andere Form der Knüppelbelegung umzustellen. Hat man sich erst einmal an eine Knüppelbelegung gewöhnt, dann wird ein Umstieg, der mit Umlernen verbunden ist, sehr schwierig. Daher sollte man vorher darüber nachdenken, welche Knüppelbelegung sinnvoll und angebracht ist.

In Vereinen wird oft geschaut, wie andere Modellbau- Piloten ihre Steuerknüppel belegt haben. Der Sender eines Anfängers wird dann der Einfachheit halber genauso belegt. Das birgt aber einige Tücken in sich. Manchmal ist es nicht sehr sinnvoll, genau das nachzumachen, was die anderen vormachen!

Für die Helikopterfliegerei gibt es speziell den Steuermode 2. Für Linksbetonte Anwender gibt es den Mode 3.

Nähere Info dazu unter Die Steuermodi der Fernsteuer- Sender .

Hier eine kurze Erläuterung der Steuermodi

Viele hochwertige Fernsteuerungen sind mit wenigen Handgriffen und etwas Geschick auf die verschiedenen Steuermodi umstellbar. Die preiswerteren Modelle verwehren oft einen Umbau auf einen anderen Steuermode.

RC Mode 1
RC Mode 2
RC Mode 3
RC Mode 4

Ein- oder Zweifinger- Knüppelbedienung

Die Bedienung der Steuerknüppel kann sowohl mit nur dem Daumen, oder aber auch mit Daumen und Zeigefinger erfolgen. Das ist abhängig von persönlichen Vorlieben und hat keinerlei Einfluss auf die Präzision der Steuerung, solange man die Technik an die persönlichen Belange anpasst.

Für eine reine Daumensteuerung ist ein Handsender, direkt am Gurt getragen die erste Wahl.

Eine Steuerung mit Daumen und Zeigefinger erfordert sinvollerweise immer eine Handballenauflage. Somit kommt hierfür ein Handsender im Senderpult, oder ein Pultsender inn Frage. Wer sich nicht sicher ist, oder aber beide Varianten ausprobieren will, der kauft sich einen Handsender und ein passendes Senderpult dazu. So kann man beide Varianten ausprobieren bzw. praktizieren.


Sender- Reichweite und Signalstärke

Für Einsteiger ist die Funktionsweise der Signalübertragung eigentlich erst mal unwichtig. So mancher Modell- Pilot möchte vielleicht doch ein wenig mehr über die Übertragungstechnik wissen, die sein teures Modell am Himmel hält.

Wen dieses Thema voererst nicht interessiert, der kann hier weiterlesen.

Die Reichweite, vorgegeben durch die Signalstärke/ Signalqualität/ Sendeleistung und das Übertragungsprotokoll sind wichtige Kenngrößen, denn wir wollen jederzeit eine stabile Funkverbindung zum teuren Modell!

Die Sendeleistung muss deshalb im Quadrat zur Entfernung zum Modell steigen! Das bedeutet, das zur Verdopplung der Reichweite eine viermal so hohe Sendeleistung nötig ist.

100mWatt sind als gute Sendeleistung anzusehen.

Um ganz sicher zu gehen, kann man mit den meisten Sendern einen Reichweitentest machen, bei dem der Sender mit verminderter Sendeleistung sendet. Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen.

Die Reichweite bei voller Sendeleistung sollte bei Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger mindestens 1000m betragen. Gute Sender schaffen hier bis über 3000 oder gar 4000m! Die Reichweite ist aber auch sehr maßgeblich von den Wetterbedingungen abhängig. Nebel z. Bsp. dämpft die Sendersignale so stark, dass die 1000m Sendereichweite bei guter Sicht schnell auf weniger als 100m zusammenschrumpfen.

Als Full-Range Sender werden Sender bezeichnet, die eine sehr hohe Sendeleistung und -reichweite haben. Moderne 2,4GHz Sender nutzen den gesamten Frequenzbereich aus und springen in kürzesten Zeitabständen zwischen den Einzelfrequenzen hin und her. Das nennt man Frequenzhopping. Damit ist eine sehr stabile und störungssichere Signalübertragung möglich.

Des Weiteren ist die Signalstärke auch von der Stellung der Antenne abhängig. Wer mit der Antenne auf sein Helikoptermaodell "zielt", der riskiert eine sehr schlechte Funkverbindung! Eine senkrecht nach oben gerichtete Antenne ist am sichersten - es sei denn man fliegt mit dem Heli in großer Höhe ziemlich senkrecht über dem Piloten. In Richtung der Antennenspitze ist die Abstrahlung am geringsten!

Abstrahlung der RC Senderantenne
Antennenabstrahlung RC Sender 2

Im übertragenen Sinne gilt die gleiche Regel zur Antennenausrichtung auch für den Empfänger. Da sich im Flug jedoch der Winkel vom Modell zum Sender verändern kann, ist Empfängersystemen mit mehreren Antennen, oder Satelliten mit zwei oder gar vier oder mehr Antennen immer der Vorzug zu geben. Bei solchen Empfangssystemen werden dann die Empfangsantennen im Winkel von jeweils 90° zueinander befestigt - so ist immer guter Empfang gewährleistet. Mehrere Antennen sind schon allein deshalb empfehlenswert, da Metall und CFK eine das Sendesignal abschirmende Wirkung haben. Mindestens eine der Antennen muss sich immer in direktem Sichtbereich zum Sender befinden, um ununterbrochenen Empfang zu gewährleisten. Eine Antenne wird also links und die andere rechts am Chassis befestigt.


Funkübertragungstechnik, Modulation

Niederfrequente Signale, können meist nicht direkt über einen Funkkanal übertragen werden. Zur Übertragung muss das Signal in einen anderen Frequenzbereich übersetzt werden, was durch Modulation geschieht. Der Begriff Modulation kommt vom lateinischen "modulatio", was so viel wie Takt oder Rhythmus bedeutet.

Im RC Bereich wird das zu übertragende niederfrequente Steuersignal auf ein sogenanntes Trägersignal gelegt. Das Trägersignal wird dabei verändert (moduliert). Die Übertragung eines niederfrequenten Steuersignals mit Hilfe eines höherfrequenten Trägersignals wird so ermöglicht. Das modulierte übertragene Hochfrequenz (HF)- Signal wird empfangsseitig (im Empfänger) durch einen Demodulator wieder zurückgewandelt.

Das Trägersignal selbst hat im Bezug auf das zu übertragene Steuersignal keinerlei Bedeutung.

FM AM Übertragung RC Ferbsteuerung

AM (Amplituden- Modulation)

Die Amplitudenmodulation (AM) ist vielen bekannt aus dem Radiobereich, wo AM als ein Synonym für Mittelwelle steht. Die AM ist ein Modulationsverfahren bei dem die Amplitude, also der Ausschlag einer hochfrequenten Trägerwelle abhängig vom zu übertragenden, niederfrequenten Nutzsignal verändert wird. AM ist eine veraltete Art der Modulation des Hochfrequenzsignals (HF).


FM (Frequenz- Modulation)

Die Frequenzmodulation (FM) ist vielen ebenfalls gut aus dem Radiobereich bekannt, wo es den UKW (Ultrakurzwelle)- Bereich kennzeichnet. Die FM ist wie die AM ein Modulationsverfahren, bei dem eine Trägerfrequenz durch das zu übertragende Signal verändert wird. Die Frequenzmodulation ist weniger anfällig gegenüber Störungen als die AM und heutiger Stand der Technik.

PPM Pulspausenmodulation RC Sender

PPM (Puls- Pausen- Modulation)

Das zu übertragende analoge Signal wird als Pausendauer zwischen zwei gleichen Impulsen kodiert.

Verwendung findet die PPM hauptsächlich in RC Fernsteuerungen um die Stellposition der Servos zwischen einer Funkfernsteuerung und dem Modell zu übertragen.

Zur Übertragung von 8 Signalen (Kanälen) werden 9 Impulse von gleicher Höhe und Dauer übertragen. Zwischen diesen 9 Impulsen liegen logischerweise 8 Pausen (unser eigentliches Signal). Eine kürzere Pause kennzeichnet einen niedrigen Wert, eine längere Pause kennzeichnet einen höheren Wert.

Der Empfänger empfängt nun den ersten Impuls der Sequenz und danach die erste Pause, welche das Signal für den ersten Servo darstellt, danach den zweiten Impuls und die zweite Pause, welche das Signal für Servo 2 darstellt, danach den dritten Impuls und die dritte Pause für Servo 3... usw. Nach jeder steigenden Impulsflanke wird der Servokanal gewechselt und dem Servo wird ein Signal in der Länge der Zeit zwischen den steigenden Impulsflanken gesendet. Im Beispielbild hat Kanal 3 und Kanal 5 ein längeres Signal.


IPD (Intelligent-Pulse-Decoding)

IPD ist ein von Multiplex entwickeltes Verfahren. Beim IPD Verfahren werden die ausgestrahlten Signale vom Signalprozessor des Empfängers auf Gültigkeit, Signalqualität und Vollständigkeit überprüft. Wird ein Signal als ungültig erkannt, dann verharrt der Servo in der letzten Position bis ein neues gültiges Signal ankommt.

Hier gibt es mehr Info zum Thema Sender und Empfänger


Brauche ich gleich eine Computer- Fernsteuerung?

Eine Computer- Fernsteuerung ist mit einem computerähnlichen Microprozessor ausgestattet, und wird demzufolge Computer- Fernsteuerung genannt.

Zwar bieten auch Standardfernsteuerungen meist ausreichende Ausstattung - das Optimum an Bedienkomfort und Einstellmöglichkeiten erreicht man jedoch erst mit einer Computerfernsteuerung.

Mit einer Computerfernsteuerung hat man bedeutend mehr Einstellmöglichkeiten und ein späteres Update oder Upgrade über PC oder Speicherkarte ist auch möglich. Man kann immer mehrere Modelle abspeichern, viele Dinge individuell programmieren, Uhren oder Timer einstellen, Schalter bestimmten Funktionen zuordnen und vieles mehr. Außerdem sind Computerfernsteuerungen wie schon oben erwähnt Firmware- und Softwareupdatefähig.

Mit einem großen, auch bei Sonnenlicht gut ablesbaren Display bekommt man eine bessere Übersicht. Ob es dann ein Farb- oder/und Touchscreen sein muss, das bleibt den persönlichen Vorlieben des Einzelnen überlassen. Fast jeden Schalter und jedes Drehpotentiometer (Drehknopf) einer Computerfernsteuerung kann man individuell belegen. Die meisten Argumente sprechen für eine Computeranlage.

Einen Nachteil hat eine Computerfernsteuerung! Fällt der Sender einmal aus, dann benötigt das System 2 bis 5 Sekunden um wieder zu booten. In dieser Zeit ist das Modell aber bereits abgestürzt..

Aber das wäre der Ausnahmefall! ...und da in der Zwischenzeit ohnehin alle guten Mittelklasse und Oberklassesender Compterfernsteuerungen sind, wird dem Käufer diese Entscheidung kurzerhand abgenommen.

...und noch eines sei angemerkt: "Man kann mit einer Computerfernsteuerung nicht automatisch besser fliegen!" ;-)


Welche Features braucht ein Sender um einen Modellheli zu steuern

Anzahl der Funktionskanäle

Dieses Thema wurde bereits weiter oben auf dieser Seite aufgegriffen.


Dual Rate- und Exponential- Funktion


Der Sender sollte wenn möglich Dual Rate- und Expo- Funktionen unterstützen.

Nähere Informationen:

Expo Einstellung im Sender

Dual Rate Einstellung im Sender


Failsafe Funktion

Failsafe bedeutet zu Deutsch so viel wie ausfallsicher, oder trefflicher übersetzt " Ausfallabsicherung".

Im RC Bereich gibt man mit der Failsafe- Funktion am Sender vor, was bei einem Ausfall des Empfangssignals mit der Signalausgabe zu den Servos und zum Flug- Regler passieren soll. So kann .Bsp. eingestellt werden, dass bei Ausfall des Funksignals der Motor abgeschaltet werden soll. Das ist wichtig, damit der Heli nicht unkontrolliert weiter fliegt.

Mehr Information gibt's unter Failsafe Einstellung


Taumelscheibenmischer

Moderne FBL Systeme entbinden den Sender von der Pflicht, einen Taumelscheibenmischer als Feature integriert zu haben. Denn diese Funktion wird heutzutage meist von den FBL Systemen selbt übernommen.

Zumindest zum Fliegen eines Paddelhelikopters (ohne FBL) muss der Sender die Taumelscheibenmischung beherrschen. In der Regel beherrschen heute alle guten Anlagen ab 6 Kanälen die Taumelscheibenmischung.

Mehr Informationen zum Thema Taumelscheibenmischung findest Du unter Taumelscheibe (Swash Plate)

Speicherkartenslot

Ein Steckplatz für eine Speicherkarte eröffnet die Möglichkeit, Modelldaten von einem Sender zu einem anderen Sender gleicher Bauart zu übertragen. Das kann mitunter sehr hilfreich sein. Oft lassen sich sogar Updates über einen integrierten Kartenslot aufspielen.


Simulatoranschluss

Zum Fliegen am Simulator oder in einem Lehrer / Schüler Verbund ist eine spezielle Steckbuchse erforderlich, die den Sender mit dem Computer (USB), bzw. den Lehrer- mit dem Schülersender verbindet.


Zusätzliche Schaltkanäle

Um Beleuchtungen oder andere Zusatzfunktionen wie Einziehfahrwerke am Modell zu schalten, benötigt man noch ein bis zwei Schaltkanäle. Hat man genügend Proportionalkanäle, dann kann man natürlich auch diese zum Schalten von Sonderfunktionen benutzen.


Batterie/ Akku

Ein solider, wiederaufladbarer Sender Akku- Pack sollte zur Pflichtausstattung gehören.

Batteriemagazine, in die man mehrere Batterie- Einzelzellen einlegen muss, haben in einem Sender, der ein mehrere hundert bis tausende Euro teures Modell steuert, nichts verloren! Kaum auszumalen, was passiert, wenn nur eine der Batterie- Kontakte versagt. Da hätte man lieber gleich mehrere hundert Euro in einen guten Sender investieren können. Also Finger weg von solchen Sendern. Das wäre Sparen am falschen Fleck.


Mehr Information über Akkus gibt es unter Lithium-Akkus - allgemein


Sendefrequenz/ Funktechnik

Der Stand der Technik ist heute die sogenannte 2,4GHz (Gigahertz)- Technik.

Mehr unter Sender und Empfänger


Telemetrie

Immer häufiger zu finden sind RC Anlagen mit Telemetrie.

Ein Telemetriesystem ermöglicht die Rück- Übermittlung von Daten aus dem Modell an den Sender. Der Sender kann diese Daten anzeigen, oder sogar per Sprache ausgeben.

Telemetrie ist nicht unbedingt erforderlich, kann das Fliegen aber noch sicherer und vor allem konfortabler machen. Vorbehaltlich der passenden Sensoren am Modell, kann man mit Telemetrie im Grunde alle messbaren Daten übertragen.

Bsp. Daten für Flughöhe, Geschwindigkeit, zurückgelegte Wegstrecke, Temperaturen, Akkuspannung, Stromstärke, Vibrationen u.v.m.


Tipps

  1. Neu auf dem Markt erschienene Sender sind oft noch mit "Kinderkrankheiten" behaftet, die die Hersteller meist erst mit Software- bzw. Firmwareupdates ausbügeln. Es ist also nicht sehr empfehlenswert, in Anbetracht dieses Faktes, einen frisch auf dem Markt erschienenen Sender zu kaufen.
  2. Es gibt Hersteller, die sehr niederpreisige Einsteigersender (meist 6 Kanal) anbieten. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden, wäre da nicht der Fakt, dass diese Einsteigermodelle stark mit Kompromissen behaftet sind. Zudem stellt sich dadurch die Frage, ob nicht später ohnehin auf ein besseres Sendermodell aufgerüstet werden muss. Spätestens dann tappen viele in die Falle! Wer möchte denn schon die bereits verbauten Empfänger in den Modellen austauschen? Ein Austausch der Empfänger wäre allerdings notwendig, wenn man auf eine "bessere" Marke umsteigt. Dieser Fakt hält allerdings die meisten Piloten vom Umstieg auf eine andere Marke ab, selbst wenn dieser dringend zu empfehlen wäre!