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Gut oder Billig?
...keine wirkliche Frage

RC-Helikopter Heli- Blog.de Sender T8FG Futaba RC Anlage T8FG

Wer die Wahl hat...

Welche Technik gibt es bei den RC Fernsteuerungen? Auf was sollte beim Kauf geachtet werden?

Qualität hat ihren Preis. Das ist nun einmal so. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein guter Sender auch sehr teuer sein muss. Doch wer für 50 Euro eine gute Fernsteuerung erwartet, den muss ich hier gleich enttäuschen.

Gerade die Qualität der RC Fernsteuerung trägt wesentlich zur Betriebssicherheit und zum Flugvergnügen bei. Qualität ist bei Fernsteuerungen nicht nur eine Frage des Aussehens - ein Sender sollte intuitiv und logisch programmierbar sein, Fehleinstellungen weitestgehend automatisch ausschließen und technisch unbedingt ausgereift sein. Dabei spielt die Reichweite und die Störanfälligkeit eine entscheidende Rolle. Außerdem ist es wichtig, präzise und verschleißarm arbeitende Steuerknüppel zu haben. Ein Sender sollte von der Mechanik und von der Elektronik her auf Langlebigkeit, Stabilität und gefühlvolle Bedienbarkeit ausgelegt sein. Wer will schon nach wenigen Monaten einen neuen Sender kaufen, weil die Steuerknüppel wackelig sind?! Superbillig- Fernsteuerungen sind nicht auf die oben genannten Kriterien ausgerichtet. Es werden oft störanfällige Frequenzen benutzt und Sendeeinheiten mit kurzer Reichweite eingebaut. Hier wird "billig" am Ende erst richtig "teuer"!


Grundlegendes

Um einen Modellhelikopter auf allen Achsen steuern zu können, benötigt man eine Funksteueranlage mit mindestens 4 Steuerkanälen. Korrekt muss es heißen: "4 Proportional- Kanäle". Denn es gibt sowohl Proportionalkanäle (kurz: Prop-Kanäle), als auch Schaltkanäle. Proportionalkanäle sind zur Steuerung von Servos notwendig. Ein Schaltkanal ist kein vollwertiger Prop-Kanal! Mit einem Schaltkanal kann lediglich ein EIN- oder AUS- Signal übertragen werden, während ein Prop-Kanal das Signal proportional zur Knüppelstellung am Sender überträgt. Man benötigt also 4 Proportional- Steuerkanäle um einen RC Helikopter gleichzeitig auf den Achsen Nick, Roll und Heck zu lenken, sowie die Höhe zu steuern.


Hier die grundlegenden Steuerfunktionen, nochmal zur Erläuterung

Die Bewegungen Heck, Roll und Nick sind hier nur angedeutet. Sie können natürlich weiter gehen, so dass der Heli "Rollen" oder "Purzelbäume" macht bzw. Pirouetten dreht. Für Einsteiger ist das aber erst mal irrelevant.

ROLL
Helikopter Roll steuerung EC135
NICK Nick Steuerfunktion RC-Helikopter
HECK Gear Steuerfunktion RC-Helikopter
HÖHE Steigen und Sinken RC-Helikopter

Bei heutigen RC- Modellhelikoptern erfolgt die Steuerung der Höhe in der Regel nicht mehr durch Veränderung der Rotordrehzahl, sondern durch die Veränderung des Anstellwinkels der Rotorblätter - Pitch genannt.

Die Motor- und somit die Rotordrehzahl wird separat gesteuert und benötigt einen weiteren Proportional- Kanal am Sender.

Um die Empfindlichkeit des Heck- Kreisels (Gyro) über den Sender verändern zu können, wird ein weiterer Proportional- Kanal benötigt.


6 Proportional- Kanäle sind also die Minimalausstattung der RC Anlage (TX = Transmitter (Sender), RX = Receiver (Empfänger)) um einen CCPM Heli ohne Einschränkungen zu fliegen.

Ein Fernsteuersender mit mindestens 6 Proportional- Kanälen ist also empfehlenswert. Weniger ist wirklich nur "Spielzeug".
Mit einer 3 Kanal Fernsteuerung kann man einen Helikopter zwar fliegen, aber nicht alle Achsen steuern. Mit 4 Prop- Kanälen sind die Grundsteuerfunktionen zwar abgedeckt, aber 6 Kanäle sind für einen echten CCPM - Helikopter notwendig, um ihn ohne Einschränkungen steuern zu können. Wohl gemerkt sprechen wir hier über sogenannte Proportionalkanäle mit denen Servos angesteuert werden - Schaltkanäle für Modellbeleuchtung usw. noch nicht berücksichtigt.

Handsender, Pultsender, Coltsender

 


T8FG

Handsender


Wie der Name schon sagt, nimmt man den Handsender normalerweise (Ausnahmen bestätigen die Regel) komplett in die Hand. Die Form des Handsenders ist ergonomisch so gewählt, dass man sie gut mit einer oder beiden Händen halten kann. Die Knüppel werden beim Handsender meistens nur mit den Daumen bewegt. Ein Umhängegurt ist nicht zwingend notwendig, aber durchaus zu empfehlen, damit man den Handsender nicht versehentlich fallen lassen kann. Der Umhängegurt kann aber unter Umständen die Sicht auf das Display behindern. Für Handsender werden auch Steuerpulte angeboten, in die der Handsender eingelegt wird. Dann kann man einen Handsender wie einen Pultsender benutzen und ihn auch mit Daumen und Zeigefinger steuern. Bei den meisten ( RTF ) Paketen werden heutzutage Handsender mitgeliefert.

Im RC-Helibereich werden überwiegend Handsender benutzt. Ob man Sender mit oder ohne Gurt und Senderpult benutzt, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben und der Gewohnheiten.


Pultsender

Pultsender sind konstruktiv sehr flach gehalten. Die Antenne ist meist etwas nach oben angewinkelt und man benötigt schon fast unbedingt einen Umhängegurt. Die Steuerknüppel werden gewöhnlich zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten.

Natürlich kann man einen Pultsender auch in die Hand nehmen um damit zu fliegen. Hier im Bild eine FX20 von Futaba.

FX20

Futaba Pistolensender

Colt (Pistolen)- Sender

Colt-Sender sind hauptsächlich für die Benutzung zusammen mit RC Autos entwickelt worden. Colt- Sender besitzen ein Mini- Lenkrad für die Seitensteuerung und einen Abzugshebel wie bei einer Pistole. Für Flugzeuge und Helikopter sind Pistolen-Sender ungeeignet.


Senderpult

Senderpulte gibt es für Hand- als auch für Pultsender. Der Sender wird in das Pult eingelegt und befestigt. Das Senderpult wird mittels Gurt am Hals getragen. Ein Senderpult ermöglicht es, die Handballen auf dem Senderpult links und rechts aufzulegen. Dies ist die Grundposition für eine Steuerung der Knüppel mit Daumen und Zeigefinger. Für reine Daumensteuerung ist ein Senderpult jedoch eher hinderlich.

Senderpult Jamara

Rechts vs. Links

Sehr wichtig ist die Frage, auf welcher Seite welche Steuerfunktion liegen soll.

Als Anfänger macht man sich darüber meist keine Gedanken. Aber es wird verdammt schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, später auf eine andere Knüppelbelegung umzustellen. Das würde sicher meistens mit einem Crash enden, denn die Reflexe, die man sich antrainiert hat, die kann man so schnell nicht umlernen.

In Vereinen wird oft geschaut, wie andere Modellbau- Piloten ihre Steuerknüppel belegt haben. Der Sender eines Anfängers wird dann eben genauso belegt. Aber Vorsicht. Für die Helikopterfliegerei gibt es speziell den Steuermode 2 mit Gas links und den Mode 3 mit Gas rechts. Wobei der Mode 2 die Norm darstellt und der Mode 3 für die Piloten geeignet ist, die in der linken Hand mehr Feingefühl haben. Denn Nick und Roll sollten mit der feinfühligeren Hand gesteuert werden, aber immer auf demselben Steuerknüppel liegen!

Nähere Info dazu unter Sender allgemein Steuermodi .

Fast alle gängigen Fernsteuerungen von namhaften Herstellern sind mit wenigen Handgriffen und etwas Geschick auf die verschiedenen Steuermodi einstellbar. Bei Fernsteuerungen mit fester und nicht veränderbarer Belegung der Steuerknüppel sollte man dann genau hinsehen bevor man kauft.

RC Mode 1
RC Mode 2
RC Mode 3
RC Mode 4

Ein- oder Zweifinger- Knüppelbedienung

Die Bedienung der Steuerknüppel kann sowohl mit nur dem Daumen, oder aber auch mit Daumen und Zeigefinger erfolgen. Das ist abhängig von persönlichen Veranlagungen und hat keinerlei Einfluss auf die Präzision der Steuerung, solange man die Technik an die persönlichen Belange anpasst. Das bedeutet, dass für eine reine Daumensteuerung ein Handsender ohne Pult die erste Wahl ist, während für eine Steuerung mit Daumen und Zeigefinger eine Handballenauflage fast unerläßlich ist. Wer sich nicht sicher ist, oder aber beide Varianten ausprobieren will, der kauft sich einen Handsender und ein passendes Senderpult dazu. So kann man beide Steuerungsvarianten ausprobieren bzw. praktizieren.


Sender- Reichweite und Signalstärke

Für Einsteiger ist die Funktionsweise der Signalübertragung eigentlich erst mal unwichtig. So mancher Modell- Pilot möchte vielleicht doch ein wenig mehr über die Übertragungstechnik wissen, die sein teures Modell am Himmel hält.

Die Reichweite und die Signalstärke bzw. die Sendeleistung sind wichtige Kenngrößen. Es wird eine absolut zuverlässige Funkverbindung zum Modell benötigt. Das kann man nicht mit kleinen RTF- Sendern für wenig Geld realisieren. Die Sendeleistung muss im Quadrat zur Entfernung zum Modell steigen um die gleiche Signalqualität und Stärke am Empfänger zu haben! Das bedeutet, zur Verdopplung der Reichweite ist eine viermal so hohe Sendeleistung nötig, zum Verdreifachen der Reichweite ist bereits die neunfache Sendeleistung notwendig.
100mWatt sind als gute Sendeleistung anzusehen.
Um ganz sicher zu gehen, kann man einen Reichweitentest machen, bei dem der Sender mit verminderter Sendeleistung sendet. Die Reichweite solle bei Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger mindestens 1000m betragen.
Sogenannte Full-Range Sender nutzen den gesamten 2,4GHz Frequenzbereich aus und springen in kürzesten Zeitabständen zwischen den Einzelfrequenzen hin und her. Das nennt man Frequenzhopping. Damit ist eine sehr stabile und störungssichere Signalübertragung möglich.

Des Weiteren ist die Signalstärke auch von der Stellung der Antenne abhängig. Wer mit der Antenne auf sein Helikoptermaodell "zielt", der riskiert eine sehr schlechte Funkverbindung! Eine senkrecht nach oben gerichtete Antenne ist am sichersten - es sei denn man fliegt mit dem Heli in großer Höhe ziemlich senkrecht über dem Piloten. In Richtung der Antennenspitze ist die Abstrahlung am geringsten!

Abstrahlung der RC Senderantenne
Antennenabstrahlung RC Sender 2

Im übertragenen Sinne gilt die gleiche Regel zur Antennenausrichtung auch für den Empfänger. Da sich im Flug jedoch der Winkel vom Modell zum Sender verändern kann, ist Empfängersystemen mit mehreren Antennen, oder Satelliten mit zwei oder gar vier oder mehr Antennen immer der Vorzug zu geben. Bei solchen Empfangssystemen werden dann die Empfangsantennen im Winkel von jeweils 90° zueinander befestigt - so ist immer guter Empfang gewährleistet. Mehrere Antennen sind schon allein deshalb empfehlenswert, da Metall und CFK eine das Sendesignal abschirmende Wirkung haben. Mindestens eine der Antennen muss sich immer in direktem Sichtbereich zum Sender befinden, um ununterbrochenen Empfang zu gewährleisten. Eine Antenne wird also links und die andere rechts am Chassis befestigt.


Übertragungstechnik

Die Begriffe AM und FM sind ja einigen noch von der Radiotechnik bekannt, aber was bedeutet PCM, PPM und IPD im Zusammenhang mit einem Fernsteuersender?

Hinter allen diesen Abkürzungen stehen sogenannte Modulationsverfahren. Der Begriff Modulation kommt vom lateinischen "modulatio", was so viel wie Takt oder Rhythmus bedeutet.

Niederfrequente Signale, wie wir sie in unseren RC Anlagen benutzen, können meist nicht direkt über einen Funkkanal übertragen werden. Zur Übertragung muss das Signal in einen anderen Frequenzbereich übersetzt werden, was durch Modulation geschieht. Im RC Bereich wird das zu übertragende Signal von der Steuerung auf ein sogenanntes Trägersignal gelegt. Das Trägersignal wird dabei verändert (moduliert). Die Übertragung eines niederfrequenten Nutzsignals mit Hilfe eines höherfrequenten Trägersignals wird so möglich. Das modulierte übertragene Hochfrequenz (HF)- Signal wird empfangsseitig durch einen Demodulator wieder zurückgewandelt.

Das Trägersignal selbst hat im Bezug auf die zu übertragene Nachricht keinerlei Bedeutung.

FM AM Übertragung RC Ferbsteuerung

AM (Amplituden- Modulation)

Die Amplitudenmodulation (AM) ist vielen bekannt aus dem Radiobereich, wo AM als ein Synonym für Mittelwelle steht. Die AM ist ein Modulationsverfahren bei dem die Amplitude, also der Ausschlag einer hochfrequenten Trägerwelle abhängig vom zu übertragenden, niederfrequenten Nutzsignal verändert wird. AM ist eine veraltete Art der Modulation des Hochfrequenzsignals (HF).


FM (Frequenz- Modulation)

Die Frequenzmodulation (FM) ist vielen ebenfalls gut aus dem Radiobereich bekannt, wo es den UKW (Ultrakurzwelle)- Bereich kennzeichnet. Die FM ist wie die AM ein Modulationsverfahren, bei dem eine Trägerfrequenz durch das zu übertragende Signal verändert wird. Die Frequenzmodulation ist weniger anfällig gegenüber Störungen als die AM und heutiger Stand der Technik.

PPM Pulspausenmodulation RC Sender

PPM (Puls- Pausen- Modulation)

Das zu übertragende analoge Signal wird als Pausendauer zwischen zwei gleichen Impulsen kodiert.

Verwendung findet die PPM hauptsächlich in RC Fernsteuerungen um die Stellposition der Servos zwischen einer Funkfernsteuerung und dem Modell zu übertragen.

Zur Übertragung von 8 Signalen (Kanälen) werden 9 Impulse von gleicher Höhe und Dauer übertragen. Zwischen diesen 9 Impulsen liegen logischerweise 8 Pausen (unser eigentliches Signal). Eine kürzere Pause kennzeichnet einen niedrigen Wert, eine längere Pause kennzeichnet einen höheren Wert.

Der Empfänger empfängt nun den ersten Impuls der Sequenz und danach die erste Pause, welche das Signal für den ersten Servo darstellt, danach den zweiten Impuls und die zweite Pause, welche das Signal für Servo 2 darstellt, danach den dritten Impuls und die dritte Pause für Servo 3... usw. Nach jeder steigenden Impulsflanke wird der Servokanal gewechselt und dem Servo wird ein Signal in der Länge der Zeit zwischen den steigenden Impulsflanken gesendet. Im Beispielbild hat Kanal 3 und Kanal 5 ein längeres Signal.


IPD (Intelligent-Pulse-Decoding)

IPD ist ein von Multiplex entwickeltes Verfahren. Beim IPD Verfahren werden die ausgestrahlten Signale vom Signalprozessor des Empfängers auf Gültigkeit, Signalqualität und Vollständigkeit überprüft. Wird ein Signal als ungültig erkannt, dann verharrt der Servo in der letzten Position bis ein neues gültiges Signal ankommt.

Hier gibt es mehr Info zum Thema Sender allgemein


Brauche ich gleich eine Computer- Fernsteuerung

Eine Computer- Fernsteuerung besitzt einen Microprozessor, und wird demzufolge Computer- Fernsteuerung genannt. Mit einer Computerfernsteuerung hat man bedeutend mehr Einstellmöglichkeiten und ein späteres Update oder Upgrade über PC oder Speicherkarte ist auch möglich. Zwar bieten auch Standardfernsteuerungen schon ausreichende Ausstattung, das Optimum an Bedienkomfort und Einstellmöglichkeiten hat man jedoch erst mit einer Computerfernsteuerung. Man kann mehrere Modelle abspeichern, viele Dinge individuell programmieren, Uhren oder Timer einstellen und vieles mehr. Außerdem sind Computerfernsteuerungen wie schon oben erwähnt Firmware- und Softwareupdatefähig.

Mit einem großen, auch bei Sonnenlicht gut ablesbaren Display bekommt man eine bessere Übersicht. Ob es dann ein Farb- oder/und Touchscreen sein muss, das bleibt den persönlichen Vorlieben des Einzelnen überlassen. Fast jeden Schalter und jedes Drehpotentiometer (Drehknopf) einer Computerfernsteuerung kann man individuell belegen. Der Funktionsumfang ist enorm. Fast alles spricht für eine Computeranlage. Der Nachteil ist der höhere Preis, der sich natürlich angesichts der vielen Vorteile leicht rechtfertigt. Die vielen Optionen zum Programmieren eines Modells können einen Anfänger schnell überfordern.


Einen Nachteil hat eine Computerfernsteuerung! Fällt der Sender einmal aus, dann benötigt das System mindestens 1 bis 2 Sekunden um wieder zu booten. Aber das wäre der Ausnahmefall, dem man mit einer entsprechend eingestellten Failsafe - Funktion schon etwas entschärfen kann.

...und noch eines sei angemerkt: "Man kann mit einer Computerfernsteuerung nicht automatisch besser fliegen!" flugschule, Modellbau,fliegen lernen,helikopter,heli-planet


Welche Features braucht ein Sender um einen Modellheli zu steuern

Anzahl der Funktionskanäle

4 Kanäle sind mit Einschränkungen mindestens nötig, aber um einen echten RC- Helikopter zu fliegen benötigst Du einen Sender mit mindestens 6 Proportional- Kanälen - weniger als 6 Prop- Kanäle wäre ungeeignet, auf Dauer zumindest. Besser sind 8 Kanäle oder mehr.


Dual Rate- und Exponential- Funktion


Der Sender sollte wenn möglich Dual Rate-, Expo- und Failsafe- Funktionen unterstützen. Nähere Information zur gibt's unter Sender Einstellung Expo und Sender Einstellung Dual Rate

Failsafe Funktion

Failsave bedeutet zu Deutsch so viel wie ausfallsicher, oder trefflicher übersetzt " Ausfallabsicherung". Im RC Bereich stellt man mit der Failsafe- Funktion am Sender ein, was bei einem Ausfall des Empfangssignals mit der Signalausgabe zu den Servos und zum Flug- Regler passieren soll. So kann .Bsp. eigestellt werden, dass bei Ausfall des Funksignals der Motor abgeschaltet werden soll. Das ist wichtig, damit der Heli nicht unkontrolliert weiter fliegt.
Stellt man z. Bsp. "Hold" ein, dann wird im Falle eines Ausfalls des Empfangssignals, das gerade in diesem Moment anliegende Steuersignal zu den Servos (oder auch zum Regler) gehalten und nicht verändert. Jedenfalls so lange nicht, bis der Empfänger wieder ein Signal empfängt. Eine andere Einstellmöglichkeit ist "Pos" oder "Position". In dieser Einstellung kann eine Position vorgegeben werden, in die der Servo fahren soll. Man sollte sich gut überlegen wie man seine FailSafe Funktion für die einzelnen Kanäle einstellt.

Mehr Information gibt's unter Failsafe


Taumelscheibenmischung für das jeweilige Modell


Bei Helikoptern wird die Taumelscheibe von mehreren Servos gleichzeitig angesteuert. Da man mit einer einfachen Nick oder Roll Steuerbewegung jeweils mehr als ein Servo bewegt, muss das Knüppel- Steuersignal erst dementsprechend für alle Taumelscheibenservos aufbereitet werden. Man spricht hier von einer Mischung der Signale - dem sogenannten Taumelscheibenmischer. Zumindest zum Fliegen eines Paddelhelikopters muss der Sender die verwendete Taumelscheibenmischung beherrschen. Mehr Informationen zum Thema Taumelscheibenmischung findest Du unter Rotorkopf Taumelscheibe . Bei FBL Systemen wird die TS- Mischung häufig vom FBL System selbst übernommen. In der Regel besitzen heute alle Anlagen ab 6 Kanälen die gängigen Taumelscheibenmischer.

Speicherkartenslot

Ein Steckplatz für eine Speicherkarte eröffnet die Möglichkeit, Modelldaten von einem Sender zu einem anderen Sender gleicher Bauart zu übertragen. Das kann mitunter sehr hilfreich sein.


Simulatoranschluss

Zum Fliegen am Simulator oder in einem Lehrer / Schüler Verbund ist eine spezielle Steckbuchse erforderlich, die den Sender mit dem Computer (USB), bzw. den Lehrer- mit dem Schülersender verbindet. Es gibt auch Sender, die eine Kabellose Verbindung unterstützen.


Zusätzliche Schaltkanäle

Um Beleuchtungen oder andere Zusatzfunktionen wie Einziehfahrwerke am Modell zu schalten, benötigt man noch ein bis zwei Schaltkanäle. Eine 6+2 oder 8+2 Fernsteuerung wäre also schon fast ideal. Mehr Kanäle sind natürlich besser, falls man sie irgendwann einmal benötigt.


Batterie/ Akku


Ein vernünftiger wiederaufladbarer hochwertiger Sender Akku- Pack sollte unbedingt zur Pflichtausstattung gehören. Ob es nun ein Lipo - oder ein NiMH- Akku sein muss, ist Ansichtssache. Aber Batteriemagazine, in die man mehrere Batterie- Einzelzellen einlegen muss, haben in einem Sender, der ein mehrere hundert bis tausende Euro teures Modell steuert, nichts verloren! Kaum auszumalen, was passiert, wenn nur eine der Batterie- Kontakte versagt. Da hätte man lieber gleich mehrere hundert Euro in einen guten Sender investieren können. Also Finger weg von solchen Sendern. Das wäre Sparen am falschen Fleck.

Mehr Information über Akkus gibt es unter


Sendefrequenz/ Technik

Der Stand der Technik ist heute die 2,4GHz (Gigahertz)- Technik, die besonders störungssicher ist. Warum? Das ist unter Sender allgemein näher beschrieben. Aber nicht alle 2,4GHz Anlagen sind gleich gut. Die Hersteller bedienen sich verschiedener Tricks und Kniffe, die Sender besonders ausfallsicher zu machen. Die Reichweite ist ein Indiz für die Sendeleistung eines Senders. Es gibt 2,4GHz Sender mit wenige hundert bis mehrere Tausend Metern Reichweite.


Telemetrie

Immer häufiger zu finden sind RC Anlagen mit Telemetrie. Ein Telemetriesystem ermöglicht die Rück- Übermittlung von Daten aus dem Modell an den Sender. Der Sender kann diese Daten dann anzeigen, oder sogar per Sprache ausgeben. Telemetrie ist nicht unbedingt erforderlich, kann das Fliegen aber noch sicherer machen. Denn wenn man beispielsweise rechtzeitig über eine abfallende Batteriespannung informiert wird, dann bleibt mehr Zeit um rechtzeitig zu reagieren. Man kann mit Telemetrie eigentlich alle messbaren Daten übertragen, allerdings sind dazu in der Regel weitere Sensoren in Zusatz- Telemetrieeinheiten im Modell selbst erforderlich. Übertragen werden können mit den entsprechenden Zusatzmodulen z. Bsp. Daten für Flughöhe, Geschwindigkeit, zurückgelegte Wegstrecke, Temperaturen, Spannungen, Stromstärken, Vibrationen u.v.m.



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