Dem BUS gehört die (ferne) Zukunft
...hier im Bild: Futaba S-Bus Servo

S-Bus Servos in RC Modellen

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BUS- Technik eröffnet neue Möglichkeiten

Beim konventionellen Anschluss des Empfängers an die meisten FBL Systeme muss jeder relevante Kanal am Empfänger mit dem passenden Eingang am FBL System verbunden werden.

Jedes einzelne Servo muss separat am FBL System bzw. am Empfänger angesteckt werden. Bei kleinen Modellen mit nur wenigen Servos ist das sicher kein großes Problem.

Bei größeren Modellen muss sehr oft mit Kabelverlängerungen gearbeitet werden. Die Kabelverlegung ist oft mühsam und bei Umbauten oder Reparaturen, bei denen man Kabel abstecken muss, kann es leicht passieren, dass Servokabel am falschen Anschluss angesteckt werden.

Aus der Computer- und Haustechnik, sowie der Automobilindustrie sind sogenannte Bussysteme schon länger bekannt.

In einem Bus- System werden Signale über ein einziges mehradriges Kabel, den sogenannten BUS übertragen. Jedes Servo hat eine individuelle, nur ein Mal im System vorhandene Adresse. Die vom Empfänger kommenden BUS- Signale (Telegramme) werden für jedes Servo einzeln adressiert und auf die Busleitung geschickt (geschrieben). Jedes Telegramm hat eine Adresszuweisung für das Servo mit der passenden Adresse. Jedes Servo beachtet (liest) nur die Telegramme, die für die eigene Adresse bestimmt sind. Das bedeutet, dass jedes am Bus angeschlossene Servo nur die Informationen bzw. Signale empfängt, die für ihn bestimmt sind.

Das funktioniert nicht nur mit Servos, sondern auch mit anderen busfähigen Bauteilen.

Der große Vorteil: Man benötigt mit einem Bussystem nur noch ein einziges (BUS)- Kabel, um damit viele verschiedene "Busteilnehmer" einzeln anzusteuern. Alle Busteilnehmer empfangen ihre Telegramme über die selbe (BUS)- Leitung - egal an welcher Stelle man sie ansteckt. Ein Anstecken am verkehrten Anschluss ist damit ausgeschlossen.


Aufbau eines Bussystems

So könnte ein Bussystem aufgebaut sein. Alle Komponenten müssen bustauglich sein und das entsprechende Bussystem unterstützen.

Die Knotenpunkte sind sogenannte HUBs. Verästelungen sind ebenfalls kein Problem. Es spielt auch keine Rolle, ob ein Servo nach einem Umbau an einen anderen HUB angesteckt wird. Er wird dort genau so funktionieren und auf die richtigen Signale reagieren, wie am alten Steckplatz.

Die einzelnen Busteilnehmer werden mittels eines Busprogrammers auf den Kanal programmiert, auf dessen Signale sie reagieren sollen.

BUS System Schematische Darstellung

Features von Bus- Servos

Bus- Servos sind programmierbar. In einem Bus- Servo sind Microcontroller verbaut und Speicherbausteine, auf denen die Einstellungen, wie z.Bsp. die zugehörige Adresse gespeichert werden. Die einfachste Art der Programmierung eines Bus- Servos ist das Festlegen des Kanals, für dessen Signalempfang das Servo vorgesehen ist. Ein einmal auf einen Kanal einprogrammiertes Servo reagiert nur auf Signale dieses Kanals, egal an welcher Stelle es an den Bus angeschlossen wird.

Doch bietet ein Bus weitere Möglichkeiten. Da das Servo und auch jeder andere Busteilnehmer einen Microcontroller besitzt, ist es wie ein kleiner Computer. Man kann mittels Programmiersoftware sogar Parameter verändern und die verschiedensten Einstellungen und Veränderungen vornehmen. Für die einzelnen Busteilnehmer können Berechtigungen vergeben werden, die festlegen welcher Busteilnehmer nur Signale empfangen darf und welche auch senden dürfen. Logikfunktionen eröffnen weitere Optionen. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und dem Ideenreichtum sind hier keine großen Grenzen mehr gesetzt.

Die Spannungsversorgung erfolgt über den Bus selbst. An den verschiedensten Stellen im Bussystem können weitere Spannungsversorgungen für die Busteilnehmer angeschlossen werden.

Bustaugliche Komponenten sind noch nicht sehr weit verbreitet und immer noch sehr teuer! Bei sehr großen Modellen mit vielen anzusteuernden Servos, kann die Bustechnik ihre Vorteile erst voll ausspielen.