Beschreibung
2013 habe ich dieses wunderschöne Modell aufgebaut. Das Flugbild ist einmalig schön. Wenn die Fahrwerke eingefahren sind, dann gleitet dieses Modell durch die Luft, wie ein Delphin im Wasser.
Bell 222 Scale Helikopter

Modellbeschreibung

Kategorie: Neubau
Status: An Besitzer Bernd Hundeshagen übergeben, übergabeflug am 26.April 2013
Modellbezeichnung: Bell 222
Hersteller: Rumpf: Century; Mechanik: Align T-Rex 700
Antrieb: Elektro, 12S
Maßstab: 1 : 8.6
Länge: 150cm
Breite: 45cm
Rotordurchmesser: 158cm
Blattzahl: 2
Altersangabe: neu 2013
Komponenten: Century Rumpf lackiert, Helicommand 3D Rigid v.2, Align T-Rex 700 Mechanik, Spinblades Matt Black Rotorblätter 700mm, Castle Creation Phoenix ICE 120 HV, Herculese BEC an 2S Lipo, Scalebeleuchtung von Emcotec mit Aurora Control Unit, Einziehfahrwerk Sonderanfertigung.

Original

 
Erstflug: Der Erstflug des Originals erfolgte am 13 August 1976.
Beschreibung: Die Bell 222 ist ein von Bell Helicopters hergestellter zweimotoriger Zivilhubschrauber. Sie wurde bis 1995 produziert und von der Bell 430 komplett abgelöst. Eine umgebaute Bell 222 kam durch die Fernsehserie "Airwolf" zu großer Popularität. Die Bell 222 ist ein sehr schöner, anmutiger Helikopter.
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Bildergalerie Bell 222

Bell 222

Nach einer Lieferzeit von 5 Wochen kam endlich Ende Januar 2013 das Paket mit dem langersehnten Helirumpf der 60/90 Klasse an.

Von der Umverpackung befreit, präsentierte sich der Paketinhalt als extrem stabiler Pappkarton - fast schon zu stabil. Aber er soll ja den wertvollen Inhalt schützen! Hier wurde nicht an der Verpackung gespart.

Bell 222
Bell 222

Auch in der Verpackung sitzt alles gut gesichert an seinem Platz. Aus Styropor geschnittene Halter, die teilweise mit Schaumstoff beklebt sind, halten alles perfekt in Position. So kann auch beim Transport mit der Post nicht allzuviel passieren.

Der erste Eindruck des Rumpfes überzeugt! Die Lackierung wurde in handwerklich sehr guter Qualität ausgeführt. Die Grundstabilität des Rumpfes ist überragend. Die wirklich gut aussehenden Abgasrohrattrappen sind bereits fertig eingeklebt, ebenso die Spanten nebst Fahrwerksbefestigungen. Einige der Zubehörteile sind, für den Transport sicher in Folie und Schaumstoff verpackt, im Rumpf untergebracht. Sämtliche Fenster- und Fahrwerksausschnitte sind bereits eingebracht.

Bell 222
Bell 222

Selbst von Nahem betrachtet findet man am Lack nichts auszusetzen. Handwerklich überzeugende Arbeit. Die Türen sind nicht zu öffnen. Bei der bereits erfolgten hochwertigen Lackierung möchte man da auch nicht mehr am Rumpf herumschneiden. Um beim Aufbau des Helis nichts am Lack zu beschädigen ist äußerste Vorsicht geboten.

Der Blick vom Bug in das Innere des Heli- Rumpfes offenbahrt eine beschädigte Halterung des Abgasrohres (im Bild rechts). Diese ist jedoch innerhalb von 5 Minuten repariert und stellt keinen wirklichen Mangel dar. Wahrscheinlich ist diese Beschädigung von den im Rumpf verstauten kleineren Bauteilen während des doch manchmal recht schonungslosen Posttransportes verursacht worden.

Bell 222
Bell 222

Der Heli- Rumpf besteht aus drei Hauptbauteilen. Das größte Bauteil ist der Rumpf an sich. Dieser wird im oberen Bereich durch eine Abdeckung komplettiert, die wirklich sehr passgenau mit Hilfe zweier Noppen/ Loch-Verbindungen und mehreren Magneten in Position gehalten wird. Eine einzige Schraube im vorderen Bereich hält die Abdeckung später sicher fest. Das dritte Hauptbauteil ist das Heckrohr. Alle Teile sind wirklich sauber und ordentlich, sowie kratzsicher verpackt.

Aus der Papierverpackung entnommen, präsentieren sich sämtliche Teile zunächst ohne den geringsten Makel. Selbst die beiligenden Verschluß- Schrauben haben die jeweils zur Verwendungsstelle passende Farbgebung.

Bell 222
Bell 222

Auch die Scheiben sind kratzsicher verpackt. Die benötigten Zubehörteile sind separat in einer Tüte untergebracht.

In der oberen Abdeckung sind logischerweise schon alle Gitter vorbildlich verklebt und lackiert. Hinter der Rotoröffnung sieht man eine erhöhte Position, auf der die beiligende transparentrote Abdeckkappe aufgeklebt werden kann, um ein Anti Kollisionslicht zu immitieren. Wer mag, der kann hier ein Loch bohren und eine LED einbauen.

Bell 222
Bell 222

Die Aufbauanleitung ist zwar für geübte Modellbauer ausreichend, könnte jedoch etwas ausführlicher und in deutscher Sprache sein. Eine Einbauanleitung für eine T-Rex Mechanik ist nicht enthalten. Man kann sich jedoch an den anderen Einbauanleitungen wie z. Bsp. der für die "Century Predator"- Mechanik orientieren. Das erfordert etwas Modellbauerfahrung. Wer überlegt an die Sache herangeht, der wird keine größeren Probleme beim Einbau der Mechanik bekommen.

Auf der Oberfläche sind einige Details wie z. Bsp. die hier zu sehenden Laschen eingearbeitet. Die Gesamte Oberfläche wurde mit einem Klarlack versiegelt. Die weißen Pünktchen sind keine Lackfehler, sondern statisch aufgeladene und anhaftende Styropor- Kügelchen von der Verpackung.

Bell 222
Bell 222

Im vorderen Rumpfteil ist partiell Kohlefasergewebe zur Verstärkung und Versteifung eingearbeitet - es erfüllt den Zweck sehr gut. Der Rumpf ist sehr stabil und verwindungssteif. In diesen Bereichen sollte man später jedoch keine Antennen anbringen.

Schon am unteren Rumpfteil ist zu erkennen, wie elegant und windschnittig die Bell einmal aussehen wird.

Bell 222
Bell 222

Im Vordergrund zu sehen ist die Mechanik eines T-Rex 700E, die in dieses Modell eingebaut werden soll.

Der hintere Spant ist unserer T-Rex Mechanik leider geringfügig nur etwa 5 Millimeter im Wege. Daher muss zunächst ein Stück herausgeschnitten werden, damit die Mechanik 5 mm weiter nach hinten geschoben werden kann.

Bell 222
Bell 222

In diesen Ausschnitt passt nun ganz exakt unsere 700er Mechanik. Der Spant im unteren Bereich stört nicht.

Hier ist der bearbeitete Spant nochmal in der Gesamtheit des Rumpfteils zu sehen.

Bell 222
Bell 222

Die abgesägte Kante des Spants schließt auf beiden Seiten der Mechanik bündig ab und stabilisiert diese nun sogar.

Die richtige Positionierung der Mechanik erfordert etwas Geduld und Feingefühl. Der Rotorkopf unserer FBL T-Rex Mechanik sitz sehr tief. Daher erübrigt sich das Herausarbeiten von Aussparungen für die TS- Anlenkungen. Trotzdem muss in einem weiteren Arbeitsschritt später das Loch geringfügig nach vorn vergrößert werden, um einen einwandfreien Lauf der Taumelscheibenmitnehmer zu ermöglichen.

Bell 222
Bell 222

Dank der genau symmetrisch eingebrachten Kohlefaserstreifen können diese hier zur Orientierung bei der Positionierung der Mechanik im Rumpf dienen.

So sitzt die 700er Mechanik perfekt im Rumpf. Es ist dringend anzuraten, vor dem Bohren der Löcher die Position der Mechanik mit montiertem Heckrohr zu prüfen. In unserem Fall war es nötig, hinten beide beiligenden Schichtholzplatten unterzulegen, während die Mechanik vorn direkt auf dem Boden des Rumpfes auflag. Durch einseitige Erhöhung der Position der Mechanik (in unserem Fall nur hinten) verändert sich der Winkel der Rotorwelle und damit deren Position im Ausschnitt der oberen Abdeckung. Nach Unterlegen der zweiten Schichtholzplatte musste die Mechanik fast 5 mm nach hinten verschoben werden. Dazu war es unumgänglich, aus dem Spant hinten ein Stück herauszuschneiden.

Bell 222
Bell 222

Nach erfolgter Markierung der genauen Position der Mechanik wird die 700er Bodenplatte demontiert und als Schablone zum Bohren der Löcher für die Befestigung am Boden benutzt. Man kann die Platte dazu vorübergehend mit doppelseitigem Klebeband befestigen.

Die sechs Löcher wurden zunächst nur mit einem 1,5 mm Bohrer von Innen vorgebohrt und dann auf 4mm vergrößert. Man muss ganz vorsichtig und dünn vorbohren, um keine Lackabplatzer hervorzurufen.

Bell 222
Bell 222

Um die Mechanik des Rex horizontal genau zu positionieren, werden die beiligenden Schichtholzzuschnitte als Auflageflächen in der Mitte verwendet. Diese werden mit 10min 2K Epoxy eingeklebt. Beim Einkleben der Unterlagen ist darauf zu achten, daß der Kleber vollflächig bis an den direkten Bohrlochrand aufgetragen wird. Macht man das nicht, besteht die Gefahr, dass sich die Rumpfhaut später beim Festziehen der Schrauben verformt.

Um das Austreten von Kleber aus den Bohrungen zu vermeiden, wird von außen gut haftendes Klebeband auf die Bohrlöcher geklebt. Danach werden die Löcher der Auflage von außen nochmals durchgebohrt. Zum Befestigen der Mechanik wurden M3 Schrauben in passender Länge und weiße 20mm Kunststoff- Unterlegscheiben verwendet. Die Unterlegscheiben sollen der besseren Lastverteilung dienen. Außerdem besteht bei Verwendung von zu kleinen Unterlegscheiben die Gefahr von Lackabplatzern.

Nach erfolgter probeweiser Befestigung der Mechanik wurde die Position des Rotorkopfes mit aufgesetzter Abdeckung nochmals kontrolliert und für gut befunden.

Bell 222
Bell 222

Zur zusätzlichen Versteifung und zur Fixierung der Mechanik, wurde eine passgenau angefertigte Alu- Winkelschiene mit Schlitzaufnahmen für die CFK Seitenplatten der Mechanik vor dem Motor eingebaut. Dadurch kann sich die Mechanik nicht mehr seitlich bewegen. Etwas weiter vorn wurde eine dünne Holzleiste eingeschraubt, die sowohl den Empfänger, als auch die Anschluss/Verteiler- Box des Helicommand Rigid v.2 aufnehmen soll.

Als ACL's kamen fertig montierte Einheiten der Firma Emcotec zum Einsatz. Dazu musste ganz vorsichtig von Hand eine passende öffnung auf der oberen Abdeckung angebracht werden. Es ist dringend zu empfehlen, zunächst ein kleines Loch von etwa 5-6mm zu bohren und diese Bohrung dann mit dem Schleifer auf den benötigten Durchmesser zu erweitern. Andernfalls riskiert man, dass die Abdeckung im Bereich der genau in der Mitte verlaufenden Rumpfnaht reißt!

Bell 222
Bell 222

Mit etwas handwerklichem Aufwand wurde am Seitenleitwerk hinten eine funktionierende Beleuchtung mit LED angebracht. Als Klarsicht- Lampenglas kam hier eine Abdeckung aus dem Zubehörhandel zum Einsatz, die entsprechend umgearbeitet wurde. Es ist zwar etwas fummelig, die Kabel zur LED durch das Innere des Leitwerks zu verlegen, aber es ist möglich.

Neben dem bereits angebrachten Empfänger und dem Verteiler des Helicommand ist hier im Vordergrund die zum Test provisorisch montierte Aurora LCU (Light Control Unit = Beleuchtungssteuerung) zu sehen. Die LCU ist auf einem "Carrier" (Träger) befestigt und kann später zum Programmieren herausgezogen werden. Die LED Kabelanschlüsse sind am Carrier fest verlötet.

Bell 222
Bell 222

In diesem Heli kommt ein separates Hercules BEC als Stromversorgung für Empfänger und Servos zum Einsatz. Das BEC wird aus einem 2S Lipo gespeist und kann mit bis zu 15 Ampere belastet werden (10 A Dauer). Es sind verschiedene Ausgangsspannungen einstellbar. Der Ladezustand der Speisebatterie wird über verschiedene Farben der RGB LED angezeigt.

An der Mechanik sind hier bereits das Helicommand (links innen), der Castle Creation Phoenix 120 ICE, sowie ein Steckblock zum erleichterten und verpolungssicheren Anstecken der Antriebsakkus befestigt.

Bell 222
Bell 222

Auf dieser Seite der Mechanik ist das Hercules BEC angebracht. Bei dieser Montage ist die Anzeige- LED von außen durch die Seitenscheibe des Helikopters gut sichtbar.

Der Carrier der Aurora LCU auf wurde im vorderen Rumpfbereich auf dem Boden mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Dort stört sie später nicht beim Einsetzen der Akkus und ist gut zugänglich.

Bell 222
Bell 222

Hier ist ein Teil der Lichtverkabelung zur LCU zu sehen. Im oberen Bildbereich sind der Empfänger, sowie der Verteiler des Helicommand zu erkennen.

Die am originalen Rumpf vorhandene Attrappe der Seitenleuchte wurde aufgebohrt und jeweils eine rote und grüne 5mm LED eingeklebt. Im Bild die rote LED aus dem Rumpfinneren fotografiert.

Bell 222
Bell 222

Hier die grüne LED auf der rechten Seite des Helikopters aus dem Rumpfinneren fotografiert.

Die äußeren Abdeckungen für die neuen Orientierungsleuchten wurden aus tiefgezogenem ABS hergestellt und mit der Airbrush entsprechend lackiert. Die Lichtaustrittsflächen wurden von innen zusätzlich mit transparentem Lampenlack in grün und rot versehen.

Bell 222
Bell 222

Das Höhenleitwerk ist nun am Heli angeklebt. Ein wenig mehr Stabilität wäre wünschenswert gewesen. Die Materialdicke ist gerade so ausreichend. Ich habe mit einer eigens eingeklebten zusätzlichen CFK Stange im hinteren bereich der beiden Höhenleitwerke für zusätzlichen Halt gesorgt.

Das Heck ist hier bereits komplett montiert. Die Materialdicke hätte auch hier an der hinteren Abschlussverkleidung etwas höher ausfallen dürfen, reicht jedoch für die auftretenden Belastungen vollkommen aus. Beim Herausarbeiten der Ausschnitte sollte man jedoch Vorsicht walten lassen. Das dünnere Material lässt sich jedoch auch leichter mit Schleifpapier bearbeiten, wenn man die Ausschnitte für den Heckrotor anbringt. Sehr schön anzusehen sind die farblich zur Lackierung passenden Schrauben - eine blaue und zwei schwarze. Das Leitwerk ist stabil und ebenfalls hervorragend lackiert.

Bell 222
Bell 222

Alles fast komplett montiert... ein schöner Anblick! Das Einziehfahrwerk und die Scheiben fehlen noch.

Von der Seite bietet sich ein schnittiges, elegantes Bild der Bell 222. Der Heli ist nun bereits fertig eingestellt und bereit für den Erstflug zum Einstellen der Kopf- und Kreiselempfindlichkeit. Montiert wurden 700mm Spinblades Matt Black Hauptrotorblätter, sowie 105mm Maverick Heckrotorblätter vom Blattschmied. Als Fernsteuerung kam eine DX8 im Verbund mit einem 8 Kanal AR8000 Empfänger nebst Sattelliten von Spektrum zum Einsatz.

Bell 222

Der Einstellflug erfolgte am Abend des 18.02.2013. Die Einstellungen im Helicommand wurden angepasst und der Heli anschließend für den Betrieb im Horizont- Modus programmiert.

Bell 222

Die Seitenscheiben und der Rumpf wurden abgeklebt, um Verunreinigungen durch Scheibenkleber zu vermeiden.

So wurde der Kleber (Silikonbasiert) aufgetragen.

Bell 222
Bell 222

Herausquellender Klebstoff kann so problemlos weggewischt werden.

Drei Scheiben sind hier fertig eingeklebt. Im Inneren des Rumpfes wurden sie mit Klebeband fixiert. Gut zu sehen ist hier auch die angfertigte rechte Orientierungsleuchte, die nun mit LED funktionstüchtig und originalgetreu beleuchtet ist.

Bell 222
Bell 222

Die äußere Abklebung wurde direkt nach dem Abwischen des überschüssigen, herausquellenden Klebstoffes wieder entfernt.

Der Heli ist hier fertig eingestellt und wird probegeflogen. Ein paar kleine änderungen an den Settings und alles ist bestens. Der Heli fliegt sich außerordentlich stabil und hat ein wunderschönes Flugbild, welches an einen Haifisch im Wasser erinnert.

Bell 222 Century Heli Einziehfahrwerk
nach dem übergabeflug Bell 222 Century Helicopter

Neuer Besitzer und Erbauer nach dem übergabflug am 26.April 2013