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Rotorblätter für Modellhelikopter

Gestützt und befeuert durch die Politik, beschäftigen sich aktuell die Mehrzahl der Medien damit, Angst und Panik in der Bevölkerung zu verbreiten, statt mit ehrlichen Argumenten aufzuklären. Große Konzerne haben die Werbewirksamkeit der Impfungen für sich entdeckt, und spielen mit im bunten Reigen der Gesundheitsinteresse heuchelnden Akteure. Warum kann ich es einem Konzern wie Coca-Cola nicht glauben, dass es ihm um die Gesundheit der Menschen geht? Diese Show ist an Peinlichkeit, Dreistigkeit und Schamlosigkeit nicht mehr zu überbieten! Nach 18 Monaten "Pandemische Lage" scheint das die neue Normalität zu sein. Wo ist denn bloß die zurück-versprochene alte geblieben? Ehemals hochangesehene Wissenschaftler und echte Gesundheitsexperten werden ignoriert, diffamiert und als Schwurbler und Verschwörungstheoretiker verpönt und angefeindet, wenn sie eine andere Meinung haben, als die von der Regierung und den Medien als einzig richtige propagierte!

Große Teile der Bevölkerung projizieren ihren Frust auf die Menschen, die einer Behandlung mit mRNA- oder Vektorimpfstoffen kritisch gegenüberstehen. Dabei vergessen Sie vollkommen, dass ihr Frust durch permanentes Politikversagen, mit unwirksamen, unlogischen und wenig evidenzbasierten Coronamaßnahmen, überhaupt erst so groß werden konnte.

In den letzten 18 Monaten haben viele verantwortliche Politiker der Bundesregierung und der Landesregierungen hundertfach ihr Wort gebrochen, sich finanziell manchmal sogar am Leid der Bürger bereichert. Wie lange soll das so noch weiter gehen? Eines Tages werden wir reuevoll zurückblicken auf eine schändliche Zeit in unserer Geschichte, in der unsere Demokratie und unantastbare Bürgerrechte einer Scheinsicherheit geopfert worden sind. Wir werden nicht stolz sein auf diese Zeit, in der das Wort Solidarität darauf beschränkt war, Solidarität von anderen zu erpressen. Willkommen zurück in der DDR, oder besser: Willkommen zurück im Mittelalter! Die Hexenjagd hat begonnen!

Ich überlasse jedem Einzelnen selbst, ob er sich impfen lässt oder nicht, und ich respektiere diese Entscheidung. Viele Argumente sprechen für eine Impfung. Das bekommen wir selbstredend jeden Tag von früh bis spät von den Medien eingetrichtert! Viele medizinische Argumente sprechen aber auch gegen eine Impfung. Diese Argumente werden oft wider besseren Wissens als Schwurbeleien und Verschwörungstheorien abgetan, als Falschinformationen deklariert und aus den sozialen Medienkanälen gelöscht, weil sie sich nicht mit dem großen Ziel vereinbaren lassen. Welches Ziel war das nochmal gleich? Ach ja, im Moment geht es darum, alle Menschen boostern zu lassen. Man muss sich dieses große Ziel nicht merken, es wird sich wieder ändern! DAber selbst dann, wenn deses Ziel erreicht werden sollte, wird sich nichts ändern. Faktenchecker, denen ein fundierter Background zum Thema fehlt, maßen sich an, uns darüber zu belehren, was wahr und was falsch ist. Die echte Wahrheit möchte scheinbar niemand mehr hören. Der Sinn für Objektivität in dieser Angelegenheit ist völlig abhanden gekommen.

Ich persönlich maße mir nicht an, eine Beurteilung zum Thema Pandemie aus medizinischer Sicht abzugeben. Ich kann jedoch zahlreiche offiziell verfügbare Statistiken zum Thema Covidgeschehen und Deutsches Gesundheitssystem einsehen und auswerten. Diese Statistiken sprechen eine eigene Sprache, die oftmals nicht mit dem einheitlichen Tenor der tödlichen Seuche und den politisch ergriffenen Zwangs-Maßnahmen korreliert. Die Beurteilung der Lage, ob pandemisch oder auch nicht, überlasse ich den wahren Fachleuten, und damit meine ich nicht die selbsternannten Gesundheitsexperten oder das RKI. Damit meine ich nicht alles-besserwisserische Radio- und Fernsehmoderatoren, die sich unverfroren in Gesundheitsfragen einmischen und auch nicht jene Mediziner, die auf Basis von gefährlichem Halbwissen kritiklos und linientreu das von Politik und Medien Vorgesagte nachquatschen, und so noch mehr Unsicherheit und Panik in der Bevölkerung erzeugen.
Zum Thema Lobbyismus in der deutschen Politik möchte ich mich hier nicht auslassen, denn das würde echt den Rahmen sprengen.

Vielmehr möchte ich zum Nachdenken anregen und stelle daher die Frage an jene, die von Ihren Nachbarn, Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern fordern, solidarisch zu sein und sich impfen zu lassen.

Täglich sterben etwa 30.000 Menschen auf dieser Welt an Hunger, überwiegend Kinder! (Quelle: https://worldometers.info), während wir tatenlos zusehen und SARS-COV2 zum Weltthema Nummer 1 erklären. Wo bleibt hier die Solidarität?

Ich bin geimpft, gegen Hepatitis, Tetanus, Pocken, Tollwut, Gelbfieber und einiges mehr! Ich bitte um Verzeihung für die Benutzung der Worte " Impfgegner" und " Corona-Leugner". Ich bin keines von beiden, werde mich trotzdem nicht mit den derzeit angebotenen, mit einer bedingten Zulassung im Eiltempo auf den Markt gebrachten Impfstoffen boostern lassen, auch nicht bei Androhung von Strafe und Gewalt! Denn ich habe Prinzipien! Ich lasse mich nicht erpressen! Außerdem verstehe ich nicht, warum ich als gesunder Mensch auf eine so krasse Art und Weise diskriminiert werde. Bei derart viel Fremdsorge um meine eigene Gesundheit kann ich leider nicht anders - ich werde misstrauisch.

Warum ich den Impfstoffen kein Vertrauen schenken kann? Hier einige Fakten:

Die Geldgier von Pfizer (Quelle: Wikipedia)

Weil Pfizer ein Epilepsie-Medikament in Großbritannien 2600 % zu teuer verkauft hat, ist der Konzern 2016 zu einer Strafe von 100 Millionen Euro verurteilt worden.

Korruptionsvorwürfe gegen Pfizer (Quelle: Ärzteblatt 2012)

Pfizer zahlt wegen Korruptionsvorwürfen 60 Millionen Dollar.

Rüde bis erpresserische Methoden (Quelle Wikipedia)

Im Februar 2021 wurde bekannt, dass Anwälte von Pfizer in mehreren südamerikanischen Ländern mit äußerst rüden bis erpresserischen Methoden den Versuch machten, das Interesse von Pfizer an hohen Impfstoff-Einkaufspreisen durchzusetzen, eine Befreiung von Haftungen zu erzwingen, sowie künftige Zahlungen durch die Sicherungsübertragung ausländischer Werte frei von der jeweiligen Justiz zu bezwecken. Mehrere Länder verzichteten in der Folge darauf, von Pfizer Impfstoff zu beziehen, und entschieden sich für andere Lieferanten.

Trovan-Studie in Nigeria (Quelle: Wikipedia)

Laut Angaben nigerianischer Behörden und verschiedener Organisationen testete Pfizer im Jahr 1996 das mittlerweile verbotene Antibiotikum Trovafloxacin (Trovan) an etwa 200 Kindern aus dem Umkreis von Kano (Nigeria). Mindestens fünf, nach Angaben der Behörden in Kano mehr als 50 Kinder, starben durch die Wirkung des zuvor noch nicht am Menschen erprobten Mittels, während viele andere geistige und körperliche Missbildungen entwickelten.

Unlautere Werbepraktiken in den USA (Quelle: Wikipedia)

Am 2. September 2009 bestätigte das Unternehmen Pfizer die Zahlung von 2,3 Milliarden Dollar, um damit einen Streit mit der US-Regierung über unlautere Werbepraktiken zu beenden. Es ging unter anderem um die Werbung für das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Bextra. Nach Berichten über starke Nebenwirkungen hatte das Unternehmen das Arzneimittel 2005 vom Markt genommen.

Ich könnte diese Reihe mit weiteren offenen Geheimnissen fortsetzen, von Pfizer und einigen anderen Pharmakonzernen, denen die Gesundheit der Menschen ach so sehr am Herzen liegt. Ich sags nur ungern, aber mit gesunden Menschen kann man kein Geld verdienen. Das sollte doch wohl jedem klar sein, oder?

Haupt- und Heckrotorblätter

in Holz, GFK und CFK für Paddel- und FBL

RC-Helikopter asymmetrische und symmetrische Rotorblätter auf heli-planet

Die Haupt- und Heckrotorblätter erreichen hohe Drehzahlen und stellen dadurch ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential für Piloten und Zuschauer dar. Ein Hauptrotorblatt erreicht leicht Umfangsgeschwindigkeiten von 400km/h und mehr. Die folgenden Regeln sollten daher immer beherzigt werden:

Im Fokus: Sicherheit

Funkferngesteuerte Modellhubschrauber sind kein Spielzeug. Das hat seine Gründe!

  • Halte immer genügend Sicherheitsabstand zum drehenden Rotor
      Faustregel: Mindestabstand = Hauptrotordurchmesser x 5 (besser mehr)
  • Achte besonders auf Kinder und Haustiere in der Nähe
  • Niemals Gegenstände in den drehenden Rotor werfen
  • Rotorblätter immer unterhalb der vom Hersteller vorgegebenen Höchstdrehzahl betreiben
  • Rotorblätter immer in korrekter Drehrichtung montieren
  • Beschädigte Blätter nicht mehr verwenden und NICHT reparieren
  • Rotorblätter niemals längere Zeit erhöhten Temperaturen und Sonneneinstrahlung aussetzen
  • Niemals an Rotorblättern herumbasteln, bohren, sägen, schrauben, kleben und dergleichen (auch Vorsicht beim Lackieren von Blättern)
  • Immer die originalen Anschlusshülsen verwenden
  • Niemals Teile wie LEDs oder dergleichen selbst an den Rotorblättern anbringen
  • Nur die originalen Schaftschrauben, Muttern, Unterlegscheiben verwenden
  • Bereits vom Hersteller dynamisch gewuchtete Rotorblätter niemals nachwuchten (alle hochwertigen Blätter sind bereits fertig gewuchtet!)

Genereller Aufbau von Rotorblättern

Aufbau Rotorblatt für RC Helikopter - asymmetrisch und smmetrisch

Im Bild: Die Anschlusshülse zur Befestigung des Blattes im Blatthalter sitzt in einer Bohrung in der Blattwurzel und besteht in der Regel aus Messing. Ein Blatt darf niemals ohne diese Hülse eingebaut werden.

Die Befestigungsschraube des Rotorblattes darf in der Hülse kein merkliches Spiel haben. Gleiches gilt für den Sitz der Blattwurzel im Blatthalter.

Beim Kauf der Blätter muss auf die Dicke der Blattwurzel geachtet werden. Die Blattwurzeldicken sind für die verschiedenen Heli- Klassen gestaffelt ausgeführt, aber nicht alle Hersteller handhaben das einheitlich. Bei dünneren Blattwurzeln wird der Spalt zwischen dem Blatt und dem Blatthalter mit zwei (oben und unten) genau passenden großen Unterlegscheiben aus Aluminium oder Kunststoff ausgeglichen. Niemals jedoch darf man selbst an der Blattwurzel herumschleifen um dessen Dicke zu verringern. Idealerweise kauft man Blätter mit passender Blattwurzeldicke.

Die Rotorblätter dürfen niemals zu fest angeschraubt werden. Das Blatt soll sich gerade noch von Hand im Blatthalter hin und her bewegen lassen. Die Halteschraube muss jedoch mindestens so fest angezogen werden, dass das Rotorblatt beim Anlaufen des Rotors nicht nach hinten klappt. Das wird gerade dann zum Problem, wenn der Sanftanlauf des Motors zu wünschen übrig lässt. Für den Sanftanlauf ist aber weniger der Motor, sondern vielmehr der Flugregler verantwortlich. Vor dem Start des Antriebes müssen die Blätter auf jeden Fall in ihrer Position ausgerichtet werden. Das geht am besten durch gleichzeitiges entgegengesetztes starkes Ziehen an beiden Blattenden (geht natürlich nur bei Zweiblattköpfen).

Rotorblatt Materialien

Rotorblätter für Modellhelikopter können aus verschiedenen Materialien bestehen. Während für kleinere Helis durchaus noch Rotorblätter aus Holz auf dem Markt angeboten werden, überwiegen bei den Angeboten für die größeren Modellhelikopter die Materialien GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) und CFK (Kohlefaserverstärkter Kunststoff).

Holzrotorblätter

In den Zeiten, als hochentwickelte Materialien wie CFK und GFK für den Modellbauer noch unbezahlbar, bzw. nicht verfügbar waren, war Holz das Rotorblattmaterial der Wahl, denn Blätter aus Leichtmetall waren damals ebenfalls schlecht verfügbar bzw. noch sehr teuer. Auch bei Rotorblättern aus Holz gab es große Qualitäts- Unterschiede. Das liegt zum einen am Naturmaterial Holz selbst, zum anderen auch an der Qualität der Verarbeitung und der sonstigen Beschaffenheit und Ausstattung der Blätter. Bei der Fertigung wird die endgültige Blattform meist aus geleimtem Holz herausgefräst. Zumindest an den Blattwurzeln sind in der Regel Verstärkungen aus Metall eingearbeitet, die die Zugkräfte in der Blattwurzel verteilen und ein Herausreißen der Anschlusshülse verhindern sollen. Holzblätter sind entweder wasserfest lackiert, kunststoffbeschichtet oder mit Klebefolie ummantelt. Das ist wichtig, um die Aufnahme von Wasser aus der Umgebung zu verhindern bzw. zu minimieren. Dennoch können selbst vergleichsweise qualitativ hochwertige Holzrotorblätter bei Weitem nicht in dem Maße belastet werden, wie ihre Pendants aus Glas- bzw- Kohlefaser! Allein aus diesem Grund hat ein Holzrotorblatt auf einem 3D Helikopter heute nichts mehr zu suchen!

Die Nachteile des Materials Holz überwiegen bei einem Rotorblatt ganz klar. Holzrotorblätter sind zwar nach wie vor auf dem Markt erhältlich, dennoch sollte man diese besser nicht verwenden und statt dessen auf hochwertige Blätter aus Kohlefaser zurückgreifen!

Holz ist ein natürlich gewachsener Rohstoff, der keine homogene Struktur aufweist wie die Kunststoffe. Die Blätter können sich bei Aufnahme von Feuchtigkeit verziehen und ihr Gewicht verändern. Durch unterschiedliche Feuchtigkeitsaufnahme können zwei bereits zueinander passende und gewuchtete Blätter unwuchtig werden. Auch die Umgebungstemperatur hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Holz. An Holzrotorblättern treten daher häufiger Unwuchten auf.

Holzrotorblätter werden oftmals für Anfänger empfohlen. Gerade Anfängern fehlt jedoch sehr oft das nötige Wissen im Umgang mit diesen Blättern aus Holz.

Meine Empfehlung geht daher ganz eindeutig in die Richtung CFK-Blätter, wobei man hier nicht auf ein paar Euro Preisunterschied schauen sollte. Qualität zahlt sich hier ganz besonders aus! Gerade für Einsteiger ist die Verwendung hochwertiger Blätter aus GFK/CFK unkompliziert und unproblematisch - einfach auspacken, draufschrauben, fliegen! Denn das Auswuchten hat der Hersteller schon erledigt!

GFK- Rotorblätter

GFK- Rotorblätter sind Kunststoff- Rotorblätter aus GlasFaser- verstärktem Kunststoff - einem sogenannten Faserverbundwerkstoff. Das ist in der Regel ein Kunststoff/ Kunstharz, das mit Glasfasergewebe verstärkt wurde. Dieses Material wird auch als Fiberglas bezeichnet.

GFK- Rotorblätter zeichnen sich durch hohe Festigkeiten aus. GFK Rotorblätter werden in Halbschalen- Sandwichbauweise hergestellt. Dabei kommen im Inneren des Blattes verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften zum Einsatz.

Eigentlich besteht nur die aus zwei Halbschalen zusammengesetzte äußere Hülle des Blattes aus GFK. Im Inneren des Blattes kommen Materialien wie Kunststoff, Styrodur, Holz und Metall wie z. Bsp. Aluminium und Blei zum Einsatz. Durch den kombinierten Einsatz dieser unterschiedlichen Materialien wird die Steifigkeit des Blattes verbessert, sowie der Blattschwerpunkt optimiert. Das ist notwendig um das Schlagverhalten der Blätter positiv zu beeinflussen, den Blattvorlauf abzustimmen, sowie besonders beanspruchte Blattpartien zu verstärken.

GFK Blätter sind wasserfest, in der Regel wesentlich stabiler, steifer, bruchfester und somit für höhere Rotordrehzahlen geeignet als Holzrotorblätter.

CFK- Rotorblätter

Für CFK (Carbon Fiber Kunststoff)- Rotorblätter gilt sinngemäß das gleiche wie für die GFK Rotorblätter, nur dass ihre Außenhülle nicht aus glasfaser- sondern kohlefaser- bzw. (c)karbonfaserverstärktem Kunststoff besteht.

Kohlefaser, ist jedoch um einiges teurer ist als Glasfaser. CFK ist im Vergleich zu GFK jedoch nochmals deutlich fester bei gleichem Gewicht. Das ermöglicht noch leichtere Blätter, die noch höher belastet werden können. Außerdem verfügt es über eine sehr lebhafte Oberflächenoptik (Sichtcarbon). Neben den Kohlefasern, gibt es noch Kevlar- und Aramidfasern. Diese sind jedoch so sündhaft teuer, dass sie im Modellbaubereich bisher keine bzw. kaum Anwendung finden.

Metall- Rotorblätter

Bei Metall- Rotorblättern kommt vorwiegend das Metall Aluminium zum Einsatz. Es gibt sowohl Metallblätter die aus massivem Metall bestehen (sehr selten), als auch Blätter bei denen ähnlich den CFK- und GFK- Blättern nur die äußere Hülle aus Metall besteht. In der Regel kommen hier sogenannte Strangzugprofile zum Einsatz.

Neben einigen Vorteilen gegenüber den faserverstärkten Kunststoffblättern sind Metallblätter zumindest in einem Punkt unterlegen - der Neigung zur Materialermüdung. Durch die ständige hohe Belastung und Verformung während des Einsatzes kann es ohne äußerlich sichtbare Vorzeichen zu Materialermüdungsbrüchen kommen. Das ist auch ein Grund, warum Metallblätter immer seltener in der bemannten Helifliegerei eingesetzt werden. Doch keine Panik - denn alle Theorie ist grau und ich habe noch nicht davon gehört, dass sich ein RC Heli Rotorblatt aus Aluminium ohne Vorankündigung verabschiedet hätte.

Die Empfehlung ist dennoch eindeutig für die CFK- und GFK- Blätter auszusprechen. Diese Blätter werden von namhaften Herstellern nicht als Einzelblätter, sondern als Set angeboten. In diesen Sets sind gewichtsmäßig zueinander passende, fertig gewuchtete Blätter enthalten. Es gibt heute serienmäßig sowohl Sets für Zweiblatt-, als auch für Mehrblattköpfe bis zu 7 Blättern.

Lagerung der Rotorblätter

Rotorblätter, egal welcher Bauart lagert man am besten frei hängend. Dabei wird ein Draht oder ähnliches so durch die Blattbohrung geführt, dass das Blatt spannungsfrei daran hängen kann.

Dynamisch gewuchtete Rotorblätter

Fast jeder hat wohl schon einmal gesehen, wie bei einem Autorad, nach dem Aufziehen von neuen Reifen, diese auf einem Wuchtprüfstand ausgewuchtet werden. An definierten Stellen werden Wuchtgewichte angebracht, die Masse- Unterschiede im Umlauf bei hoher Drehzahl ausgleichen und so für einen vibrationsfreien Lauf der Räder sorgen.

Einer ähnlichen Prozedur werden Rotorblätter unterzogen. Da jedoch Rotorblätter immer als Paar oder sogar als Drei- Vier- und Fünfblatt- Set an einem Rotorkopf eingesetzt werden, müssen hier stets alle Blätter eines Sets zueinander passen. Passt auch nur ein einziges Blatt eines Mehrblattsystems nicht zu den anderen Blättern, so gerät das gesamte Rotorblattsystem außer Balance. Vibrationen, Unwuchten und andere Nachteile sind dann vorprogrammiert.

Die Blätter werden zunächst in Serie produziert. Die Dimensionen der Blätter sind danach schon identisch. Dann werden die Blätter ausgewogen und sortiert. Die Blätter, die schon vom Gewicht her sehr gut zueinander passen, werden als ein Set zusammengelegt. Dann erfolgt der wohl wichtigste Schritt der Nachbearbeitung der Rotorblätter, der auch die nicht gewuchteten Billigrotorblätter maßgeblich von den qualitativ hochwertigen Blättern unterscheidet. Das gesamte Set wird zusammen im Wuchtprüfstand gewuchtet, und zwar dynamisch! Das bedeutet, dass die Blätter im Prüfstand bei Betriebsdrehzahl vermessen werden. Eine komplexe elektronische Recheneinheit gibt dann genau vor, an welcher Stelle in einem Blatt ein entsprechendes Wuchtgewicht eingebracht werden muss. Auf der Unterseite der Blätter wird dann an genau vorgegebener Stelle ein Loch gebohrt und ein genau definiertes Wuchtgewicht eingelassen und dort verklebt. Das Loch wird sicher wieder verschlossen. Das Ergebnis ist ein Set zueinander passender Rotorblätter, die ohne weiteres sofort eingesetzt werden können.

Nachwuchten ist nicht mehr erforderlich, sollte sogar dringend unterlassen werden - auch wenn die heimische Blattwaage etwas anderes sagt, und unterschiedliche Gewichte der Blätter anzeigt.

Solche hochwertigen Blätter, für die man ein paar Euro mehr bezahlen muss, baut man an und fliegt damit los. Auch der Spurlauf, richtig justierte Mechanik natürlich vorausgesetzt, funktioniert von Anfang an einwandfrei. Oft haben solche Blattpaare bzw. -sets eine eindeutige eingeprägte oder gravierte Seriennummer, die auf allen Blättern eines Satzes gleich ist.

Rotorblattprofile, Eigenschaften und Aerodynamik

Das Grundwissen über die Aerodynamik am Rotorblatt, sowie einen grundlegenden Einblick in die Geometrie von Rotorblättern findest Du im Kapitel "Aerodynamik". Fast jeder Modellheli- Pilot hat so seine persönlichen Vorlieben bezüglich der Rotorblatt- Type, aber die wenigsten wissen wirklich etwas über das Verhalten der Rotorblätter während des Fluges. Es wird eben das geflogen, was gerade "in" ist. Oftmals sind jedoch gerade die Rotorblätter der Grund für ein nicht korrektes Steuerverhalten des Modells.

Blattvorlauf / Blattnachlauf

Im Blatthalter können die Blätter, fixiert nur durch eine Schraube, frei schwenken. Hängt man ein Rotorblatt mit dem Bohrloch an der Blattwurzel an einen Nagel in der Wand, dann richtet es sich natürlich der Schwerkraft folgend senkrecht nach unten aus. Ähnlich ist das im Flug, wo das Blatt der Fliehkraft folgt und sich nach außen ausrichtet. Verschiedene Faktoren haben während des Fluges jedoch Einfluss auf die Position der Rotorblätter relativ zur Blatthalterachse. Da wären zunächst der Strömungs- bzw. der Luftwiderstand dem das Blatt aufgrund seiner hohen Umlaufgeschwindigkeit ausgesetzt ist. Der Strömungswiderstand bremst das Blatt und hat somit eine Auswirkung auf die Ausrichtung des Blattes je nach Stärke des Strömungswiderstandes. Des Weiteren hat der Sitz des Blattschwerpunktes, die Blattsteifigkeit und das Blattgewicht ebenfalls Einfluss auf den Vorlaufwinkel (Nachlaufwinkel) des Rotorblattes. Um den Blattschwerpunkt und damit den Blattlauf zu beeinflussen, wird unter anderem Blei als Gewichtskomponente in die Vorderseite der Blätter (letztes Drittel vor der Blattspitze) eingebaut. Das verlagert den Schwerpunkt des Blattes weiter auf die Vorderseite des Blattes und wirkt damit einem zu starken Blattvorlauf entgegen.


Gerade bei FBL Rotorköpfen ist ein minimaler Blattvorlauf/ -nachlauf erforderlich, da die aus dem Blattvorlauf/ Nachlauf resultierenden Kräfte (Schlagbewegung) direkt auf die Servos zurückwirken und nicht wie bei einem Paddelheli zunächst auf die Paddelebene und lediglich indirekt und gedämpft auf die Servos.
Der Blattvorlauf liegt im Millimeterbereich.
Von Blattvorlauf spricht man, wenn die Blattspitze der theoretischen Geraden durch die Blatthalterachse in Drehrichtung vorauseilt.
Voreilende Blattanlenkung am RC Helikopter - Heli-Planet
Von Blattnachlauf spricht man hingegen, wenn das Blatt der theoretischen Geraden durch die Blatthalterachse in Drehrichtung nacheilt.
Nacheilende Blattanlenkung am RC Helikopter - Heli-Planet

Ein zu starker Blattvorlauf/ Nachlauf hat zur Folge, dass die zyklischen Steuerbefehle zeitversetzt in der Rotorkreisebene zur Wirkung kommen und der Pilot dann dadurch Probleme hat, den Heli im schnellen Flug exakt geradeaus zu steuern bzw. in der Flugbahn (Ebene) zu halten.

Nulldurchgang/ Nulldurchlauf

Als Nulldurchlauf eines Rotorblattes bezeichnet man genau den Punkt des Wechsels zwischen positivem und negativem Anstellwinkel. Besitzen Rotorblätter keinen exakten Nulldurchgang, dann entwickeln diese Rotorblätter eine Eigendynamik, die sich in der Form äußert, dass der Helikopter dadurch nicht feinfühlig zu steuern ist. Solche Rotorblätter werden auch als "dominante Rotorblätter" bezeichnet, da sie die auf das Blatt wirkenden aerodynamischen Kräfte verstärken. Der Nulldurchgang wird maßgeblich von der Steifigkeit der Blätter und dem Schwerpunkt sowie dem Vorlauf-/ Nachlaufwinkel beeinflusst.

Eigenheiten von dominanten Blättern

Ein dominantes Blatt kann sich merklich auf den kollektiven Pitchwinkel auswirken. In der Praxis bedeutet das, dass ein solches Blatt den kollektiven Pitchwinkel verstärkt. Je höher die Drehzahl - umso höher wird dabei auch der Pitchwinkel, bei gleicher Stellung des Pitch- Steuerknüppels. Das gilt sowohl für positiv als auch negativ Pitch.

Dominante Blätter besitzen auch die Unart, sich um den neutralen Pitchbereich herum (um 0°) "selbständig zu machen". Das geschieht, da beim Verstellen des Pitchwinkels aerodynamische Kräfte das dominante Blatt daran hindern, sauber durch den Nullpunkt zu laufen. Das Blatt geht nicht gleichmäßig durch den Nullpunkt, sondern schlägt an einem Punkt plötzlich um. In der Praxis äußert sich das manchmal auch darin, dass der Heli nicht sauber auf Höhe gehalten werden kann. Auch zyklische Steuereingaben für Roll (Aileron) und Nick (Elevator) werden von einem solchen Blatt nicht genau umgesetzt. Die Folge ist unsauberes Reagieren des Heli auf die Steuerbefehle. Feinfühliges Steuern ist schlecht möglich - gibt man dann stärkere Befehle, so reagiert der Heli über.

Rotorblattbelastungen

Rotorblätter sind enormen Belastungen ausgesetzt. An einem 600er Rotorblatt wirkt bei einer Drehzahl von nur 1850 U/min eine Fliehkraft von etwa 163kg! Die Blattspitzen bewegen sich dabei mit etwa 471km/h!

Mit unserem Blattgeschwindigkeit und Kreisflächenbelastung berechnen kannst Du leicht herausfinden, welche Belastungen die Rotorblätter an Deinem Helikopter aushalten müssen.