Gebrauchtmodell
Mehrfach beschädigter Graupner-Rumpf mit alter Verbrennermechanik, Zweiblatt-Paddelkopf und unbrauchbarer Domhaube.
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Ein gebrauchter Graupner-Rumpf, eine Heim-Uni-Mechanik und viel verborgener Reparaturbedarf: Das Projekt von 2013 zeigt den Umbau auf 12S Elektro, Dreiblattkopf und die rote Seven-News-Ausführung.
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AS355-RC-Baubericht
Die wiederhergestellte Projektseite dokumentiert einen realen Heli-Planet-Umbau. Historische Komponenten und Arbeitsschritte werden als Projektstand von 2013 gezeigt, nicht als heutiges Verkaufsangebot.
Mehrfach beschädigter Graupner-Rumpf mit alter Verbrennermechanik, Zweiblatt-Paddelkopf und unbrauchbarer Domhaube.
Etwa 167 Zentimeter Länge, 44 Zentimeter Breite und 50 Zentimeter Höhe.
Umbau auf Dreiblattkopf mit 655-Millimeter-Spinblades aus der damaligen Sonderanfertigung.
Die Graupner-Heim-Uni-Mechanik wurde vom Verbrenner- auf einen elektrischen Antrieb umgebaut.
2013 wurde das alte Scale-Modell gebraucht erworben. Erst nach dem Zerlegen zeigte sich, dass eine Restaurierung deutlich aufwendiger werden würde als ein Neuaufbau. Unter Lack, Aufklebern und Fenstern lagen alte Reparaturen, geschwächte Bereiche und weitere Schäden. Trotzdem wurde die AS355 Twin Squirrel als RC-Helikopter vollständig weiterbearbeitet. Genau dieser unerwartete Aufwand macht die erhaltene Dokumentation heute besonders nützlich.
Der Rumpf stammt von Graupner, die eingebaute Uni-Mechanik aus der Graupner-/Heim-Baureihe. Das Projekt ist ungefähr 167 Zentimeter lang, 44 Zentimeter breit und 50 Zentimeter hoch. Der Dreiblattrotor besitzt einen Durchmesser von rund 160 Zentimetern. Die Mechanik wurde von Verbrennungsmotor auf einen 12S-Elektroantrieb umgebaut. Später erhielt der Rumpf eine rote Lackierung und die Beschriftung eines Seven-News-Hubschraubers.
Die Seite ist eine historische Projektreferenz. Der damalige Motor, Regler, das Flybarless-System, BEC, Empfänger und Servos sind keine pauschale Empfehlung für einen heutigen Aufbau. Bei einem Bestandsmodell müssen genaue Version, Zustand, Herstellerunterlagen, Betriebsspannung, Stromaufnahme, Übersetzung, Blattfreigabe und Ersatzteilversorgung neu geprüft werden.
Suchintention klar abgegrenzt
Diese Seite beschreibt genau die Restaurierung des AS355-Modells. Die allgemeine Bewertung gebrauchter Scale-Helikopter bleibt auf einer eigenen Ratgeberseite.
Wer nach „AS355 RC-Helikopter“, „AS355 Twin Squirrel Modell“, „Graupner AS355“ oder „Heim Mechanik AS355“ sucht, erwartet technische Projektdaten und Bilder dieses Musters. Dafür ist `/modellbau/as-355/` das passende Ziel. Wer dagegen einen gebrauchten RC-Helikopter kaufen möchte, benötigt eine allgemeine Checkliste zu Crashspuren, Mechanik, Elektronik, Akkus, Ersatzteilen und Probeflug. Diese Suchabsicht beantwortet die Seite Gebrauchte RC-Helikopter kaufen.
Die historische Erlebnisadresse `/so_fing_es_an_10.html` trägt weiterhin Suchsignale für „Scale Heli gebraucht“ und bleibt deshalb bei ihrer bisherigen Weiterleitung auf die Modellbauübersicht. Sie wird nicht auf diese AS355-Seite umgebogen. Nur die konkrete alte Baubericht-Adresse `/baubericht_as355.html` und die gleichnamige Section-Variante erhalten das neue AS355-Ziel. Damit bleiben Projekt-, Gebrauchtkauf- und allgemeiner Modellbau-Intent getrennt.
Bestandsaufnahme
Eine gebrauchte Rumpfmechanik wird vor jeder Planung vollständig aufgenommen. Äußerer Glanz sagt wenig über GFK, Verklebungen, Mechanik und frühere Reparaturen aus.
Beim Kauf war die AS355 mit Zweiblatt-Paddelkopf, Verbrennungsmotor, Tank und älteren Servos ausgestattet. Der Rumpf war mehrfach beschädigt. Die Domabdeckung war so brüchig, dass sie nicht weiterverwendet werden konnte. Auch Fenster und Leitwerke mussten später ersetzt werden. Fotos des vollständigen Modells vor dem Zerlegen sichern Positionen, Abstände und den damaligen Aufbau.
Aufkleber und alte Scheiben wurden entfernt, die Mechanik ausgebaut und die Farbschichten abgeschliffen. Erst dadurch wurden geschwächte Stellen und frühere Reparaturen sichtbar. Beschädigte Bereiche wurden von außen instand gesetzt und von innen mit Glasfasermatten verstärkt. Bei GFK-Arbeiten zählen saubere Übergänge, ausreichende Überlappung und eine tragfähige Verbindung zum vorhandenen Laminat. Spachtel und Grundierung dürfen keine strukturellen Schwächen nur optisch verdecken.
Eine neue Domabdeckung entstand aus GFK und erhielt passende Öffnungen für Lüftungsgitter. Neue Leitwerke ersetzten die nicht mehr brauchbaren Originalteile. Solche Nachfertigungen müssen nicht nur zur Kontur passen. Befestigung, Vibrationsfestigkeit, Kühlung und Wartungszugang entscheiden darüber, ob ein reparierter Rumpf später zuverlässig betrieben werden kann.

Mechanik und Antrieb
Der Umbau verändert nicht nur den Motor. Übersetzung, Akkus, Schwerpunkt, Kühlung, Stromversorgung und Befestigung müssen als Gesamtsystem funktionieren.
| Bauteil | Dokumentierter Projektstand | Heutige Einordnung |
|---|---|---|
| Rumpf | Graupner AS355, restauriert | Laminat, Reparaturen und Befestigungen einzeln prüfen |
| Mechanik | Graupner-/Heim-Uni-Mechanik | Version, Lager, Wellen, Zahnräder und Ersatzteile bestimmen |
| Motor | Align BL700MX, 530 kV | Historische Projektkomponente, keine aktuelle Pauschalempfehlung |
| Regler | Castle Phoenix ICE 120HV | Auslegung, Firmware und Zustand heute neu bewerten |
| Energie | 2 × 6S LiPo 5000 als 12S-Antrieb | Akkuzustand, Stecksystem, Kühlung und Schwerpunkt prüfen |
| Bordstrom | Jeti Max BEC aus zwei 2S-LiPos | Lastmessung und Ausfallsicherheit projektspezifisch planen |
| Stabilisierung | Robbe Helicommand HC3-SX, Futaba S-Bus | Bestandsgerät; Anleitung, Sensorzustand und Kompatibilität prüfen |
| Rotor | Dreiblattkopf, 655-mm-Spinblades | Kopf-, Blatt- und Drehzahlfreigaben müssen zusammenpassen |
Nach dem Ausbau von Verbrennungsmotor, Tank und alten Komponenten wurde die Uni-Mechanik für den Elektroantrieb vorbereitet. Im dokumentierten Aufbau arbeitet ein Align BL700MX mit 530 kV an einem Castle Phoenix ICE 120HV. Zwei 6S-LiPos mit 5000 mAh bilden den 12S-Antrieb. Die Akkuposition beeinflusst den Schwerpunkt des langen Scale-Rumpfs und muss zugleich einen sicheren Wechsel sowie Schutz vor Mechanik und Gestängen ermöglichen.
Bei einem heutigen Umbau reicht die Nennung von Motor und Regler nicht aus. Übersetzung, gewünschte Rotordrehzahl, Blattzahl, Rotordurchmesser, Abfluggewicht, Wirkungsgrad und thermische Reserve gehören gemeinsam berechnet und praktisch kontrolliert. Steckverbinder, Leitungsquerschnitte und Befestigungen müssen zur möglichen Strombelastung passen. Die Seite über Brushless-Motor und Flugregler erklärt die Grundlagen; die konkrete Freigabe bleibt Sache der eingesetzten Herstellerkomponenten.
Der alte Zweiblatt-Paddelkopf wurde durch einen Dreiblattkopf ersetzt. Dazu kamen 655 Millimeter lange Spinblades in einer damaligen Scale-Sonderanfertigung. Ein Mehrblattkopf ändert Dynamik, Einstellaufwand und Belastung. Blätter werden nicht allein nach Länge gewählt: Blattwurzel, Bohrung, Dicke, Gewicht, Schwerpunktlage, Drehrichtung, Kopfgeometrie und zulässige Drehzahl müssen zusammenpassen. Nach Montage sind Blattlauf, Steuerwege, Laufruhe und Befestigungen sorgfältig zu prüfen.
Oberfläche und Erscheinungsbild
Nach der technischen Instandsetzung folgten Domhaube, Leitwerke, Grundierung, rote Lackierung und die markante Beschriftung.
Der Rumpf wurde nach den Reparaturen gespachtelt, wiederholt geschliffen und grundiert. Diese Schritte dienen nicht nur der Optik. Unebenheiten können auf alte Trennstellen oder nachgebende Reparaturbereiche hinweisen und werden vor der Decklackierung erneut kontrolliert. Erst eine gleichmäßige, tragfähige Oberfläche eignet sich für die abschließende Lackierung.
Die AS355 erhielt ein kräftiges Rot und die Aufschrift „seven NEWS“. Das Lackierschema orientiert sich an einem australischen Nachrichtenhubschrauber dieses Typs. Die Beschriftung macht das Modell eindeutig erkennbar, ist aber Teil dieses individuellen Projekts. Auf der Seite wird daraus weder ein offizielles Seven-News-Modell noch ein Lizenz- oder Verkaufsangebot abgeleitet.
Fenster, Lüftungsgitter, Leitwerke und weitere Details werden so eingebaut, dass Technik und Befestigungen zugänglich bleiben. Nach Lackier- und Klebearbeiten werden Mechanik, Rotor, Kühlung und Schwerpunkt erneut geprüft. Zusätzliche Farbe, Scheiben und Anbauteile verändern das fertige Gewicht und können bei einem großen Scale-Modell nicht als bedeutungslos behandelt werden.

Originale Projektbilder
Die Bilder stammen aus dem gesicherten Heli-Planet-Projektarchiv und zeigen den tatsächlichen Zustand vor, während und nach den Arbeiten.












Was das Projekt lehrt
Die AS355 zeigt exemplarisch, warum ein günstiger gebrauchter Rumpf am Ende mehr Arbeit verursachen kann als ein Neubau. Lack kann Beschädigungen verbergen, alte Klebungen lassen sich schwer bewerten, und fehlende Ersatzteile zwingen zu individuellen Nachfertigungen. Eine Besichtigung vor dem Kauf sollte deshalb möglichst Rumpfinneres, Trennstellen, Mechanikaufnahmen, Heckbereich, Fenster, Hauben und Leitwerke einschließen.
Auch die Mechanik braucht eine eindeutige Identifikation. „Heim Uni“ bezeichnet eine Baureihe, nicht automatisch einen bekannten und vollständigen Zustand. Lager, Wellen, Zahnräder, Kupplungen, Rotorkopf und Heckantrieb werden auf Verschleiß und Beschädigungen geprüft. Umbauten ohne Dokumentation erhöhen den Aufwand. Für eine strukturierte Prüfung steht die Gebrauchtkauf-Checkliste bereit.
Nach strukturellen Reparaturen und einem Antriebsumbau folgt keine direkte Freigabe zum Flug. Zunächst werden Aufbau, Schraubensicherung, Steuerwege, Drehrichtungen, Failsafe, Stromversorgung und Rotor ohne Blätter beziehungsweise in geeigneten sicheren Prüfschritten kontrolliert. Ein Probeflug und Einstellflug setzt einen technisch nachvollziehbaren Zustand und passende Unterlagen voraus.
Heli-Planet Bestandsprojekte
Für eine Ersteinschätzung eines begonnenen oder gebrauchten Scale-Projekts werden Fotos von Rumpf außen und innen, Mechanik, Rotorkopf, Antrieb, Elektronik, Reparaturstellen und vorhandenen Typenschildern benötigt. Dazu kommen gewünschte Arbeiten und bekannte Vorschäden.
Ob eine Restaurierung sinnvoll und übernehmbar ist, hängt von Substanz, Dokumentation, Ersatzteilen und Sicherheitsrisiken ab. Die AS355 ist ein historisches Beispiel, keine pauschale Zusage für unbekannte Altmodelle.
Bestandsprojekt anfragen →Häufige Fragen
Die AS355 gehört zur zweimotorigen Ecureuil-/Twin-Squirrel-Familie. Diese Seite behandelt keine technische Dokumentation des Originalhubschraubers, sondern einen vorbildähnlichen Graupner-RC-Helikopter.
Im Projekt steckt eine Graupner-/Heim-Uni-Mechanik, die vom Verbrennungs- auf 12S-Elektroantrieb umgebaut wurde. Der genaue historische Aufbau ist dokumentiert, aber keine allgemeine Komponentenfreigabe.
Die Projektdaten nennen Maßstab 1:6,7, etwa 167 Zentimeter Länge, 44 Zentimeter Breite, 50 Zentimeter Höhe und 160 Zentimeter Rotordurchmesser.
Der Dreiblattkopf entspricht dem angestrebten Scale-Erscheinungsbild besser als der zuvor montierte Zweiblatt-Paddelkopf. Montage, Blätter, Drehzahl und Einstellung müssen dafür als zusammengehöriges System geprüft werden.
Nein. Das Archiv beschreibt sie ausdrücklich als persönliches, nicht zum Verkauf stehendes Einzelprojekt. Heli-Planet bietet auf dieser Seite weder das Modell noch einen Bausatz an.
Quellen und Vertiefung