Hardcore- Schweben


Hardcore- Schweben
...bis zum Umfallen

Es folgten einige Wochen in denen ich mich intensiv hauptsächlich der Schwebfliegerei widmete, lediglich das Nasenschweben wollte nicht recht klappen. Es folgten auch einige neue Anschaffungen. Darunter ein zweites Ladegerät, noch zwei Akkus, CFK Rotorblätter und ein Flugsimulator, was wiederum mit über 200EUR zu Buche schlug.


Ein Flugsimulator
...kostet viel und spart trotzdem Geld

Dieser Flugsimulator war die beste Anschaffung überhaupt. Ich übte das Achterfliegen, Autorotationslandungen, Nasenschweben, Loopings, Rollen, Pirouetten und vieles mehr. Ich hatte geschätzte 500 Abstürze am Simulator, aber natürlich keine einzige Reparatur am Heli! Nach erfolgreichen Übungen am Simulator ging es dann immer raus auf die Wiese mit dem echten Helikopter und ich muss sagen, bis auf drei neue Hauptrotorwellen, ein paar Rotorblätter und einigen anderen Ersatzteilen wie Heckrohre und Zahnräder hatte ich keine größeren Verluste zu beklagen. Das machte wirklich Riesenspaß, bis Juli 2010 nutzte ich fast jede freie Minute zum Fliegen und Üben. Abends übte ich neue Dinge am Simulator, die ich später unter freiem Himmel mit meinem 450er in die reale Praxis umsetzte.


Ein guter Sender
...macht sich immer bezahlt!

Die Präzision des alten 2,4GHz Fernsteuersenders ließ allerdings sehr zu wünschen übrig und so entschloss ich mich irgendwann zur Anschaffung eines neuen Senders. Meine Wahl fiel auf eine Futaba FASST T8FG 8+2 Kanal mit passendem R6108SB Empfänger für etwa 400EUR.

RC-Helikopter heli-planet.com Sender

Sicherlich bin ich auch mit dem Einsteiger- Sender geflogen, aber nie hätte ich geglaubt, dass solch krasse Unterschiede in Punkto Präzision und Bedienung zwischen verschiedenen Sendern bestehen könnten. Bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut und im Nachhinein betrachtet war dies eine meiner wichtigsten und sinnvollsten Investitionen in dieses Hobby. Damit machte das Fliegen doppelt so viel Spaß. Alles ließ sich präzise auf meine Belange abstimmen, die Steuerknüppel und die gesamte RC Anlage funktionierten mit absoluter Präzision.


Gleich und gleich
...gesellt sich gern

Der August kam. Ich machte Bekanntschaft mit anderen Modellpiloten, die mich bei meinen Flugübungen im Freien beobachtet hatten und mich natürlich daraufhin ansprachen. In der Zwischenzeit beherrschte ich so ziemlich alle Schwebflugpositionen. Ich konnte sicher in größerer Entfernung und Höhe fliegen. Das Fliegen mit hoher Geschwindigkeit klappte hervorragend und Pirouetten und Achterfliegen gehörten mittlerweile zum Standardprogramm. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine Bolz- Phase mit dem 450er erreicht. Es konnte alles nicht schnell genug und nicht spektakulär genug sein.

Ich verabredete mich mit Andreas und Daniel, zwei anderen Helipiloten, zu einem abendlichen Aus-Flug. Andreas flog einen 600er T-Rex Nitro und Daniel einen 600er T-Rex Elektro. Daneben kam mir mein 450er wie ein Zwerg vor, das tat dem Spaß aber keinen Abbruch. Zusammen machte es natürlich noch mehr Spaß und angeregt von den beiden 600ern entschloss ich mich Anfang September 2010 zur Anschaffung eines gebrauchten T-Rex 600.


Die Größe
...pielt doch eine gewichtige Rolle


Ich ersteigerte für 750 EUR einen gebrauchten T-Rex 600 mit 3G Flybarless System, inklusive einem schon gebrauchten 6S Lipo und einem Ladegerät. Mit diesem besaß ich nun schon drei Ladegeräte. Natürlich ging das alles nicht von statten, ohne einen neuen zusätzlichen Empfänger für die T8FG.
Dieser T-Rex 600 war schon recht beeindruckend von der Größe her und so flog ich bis auf einige wenige Schwebflüge überwiegend mit meinem 450er. Der Respekt vor dem 600er war einfach noch zu groß. Durch meine Erfahrungen, die ich in den letzten Monaten durch Instandsetzungsarbeiten mit meinem 450er gesammelt hatte war es nun ein Leichtes für mich, den 600er auf eine Push-Pull Anlenkung an der Taumelscheibe umzubauen. Das erschien mir stabiler und sicherer. In den kommenden Wochen hatte ich immer beide Helikopter dabei. Mit dem 600er war die Flugzeit natürlich auf den einen einzigen vorhandenen 6S Lipo Akku und somit etwa 7 Minuten begrenzt. Dieser Akku blähte sich zudem immer mehr auf. Also mussten neue Akkus her. Turnigy 5.0 6S 20-30C sollten es sein. Ich kaufte 3 Stück zum Preis von gesamt 220EUR. Dass bei diesen Akkus nur wenige Wochen später ein kontinuierlicher Preisabfall einsetzen sollte, konnte ich ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Mein erster 600er
...beeindruckend!

Ich flog im November immer öfter mit dem 600er und es machte mir Riesenspaß. Neue Sachen probierte ich zuerst am Simulator, dann mit dem 450er und endlich mit dem 600er.

RC-Helikopter heli-planet.com T-Rex 600E Flug

Der erste Looping
...den werde ich nie vergessen

Nie werde ich den Tag vergessen, an dem ich mich endlich dazu überwand meinen ersten Looping mit dem 450er zu fliegen. Da wackelten mir hinterher die Knie. Genau wie am Simulator vorher geübt baute ich in ausreichender Höhe Geschwindigkeit auf, um dann in einem sanften Aufwärtsbogen durch Ziehen von Nick den Looping einzuleiten. Das war leichter als ich dachte. Also gleich noch einmal. Das machte Spaß. Ich flog noch weitere Loopings und irgendwann hatte ich sieben Loopings auf dem Zähler. Die sahen natürlich nicht sehr sauber aus, aber für mich war damit ein weiterer Meilenstein gesetzt. Beim achten Looping wurde ich allerdings etwas leichtsinnig und landete den Heli etwas unsanft im Schnee, was mich ein neues Heckrohr nebst Streben sowie eine neue Hauptrotorwelle und ein Antriebszahnrad kostete. Ich war trotzdem sehr zufrieden und glücklich an diesem Tag.